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Saugrobot.de

Nie mehr selber Saugen ...

Wischroboter im Test

Wischroboter werden hier anders gewertet als Roboter mit Staubsauger und Bürsten, die eigentlich für alle Böden geeignet sind. Wischroboter lassen sich nur auf Hartböden einsetzen und Tücher als Reinigungsmittel schränken auch den automatisierten Einsatz stark ein. Gemäß Ihrem Einsatzzweck kommen hier für die Wischroboter-Tests ab dem Jahr 2011 andere Kriterien zum Einsatz.

Fahrwerk und Sensoren

Bei der Bewertung des Fahrwerks geht es um die Geländegängigkeit und Genauigkeit mit der der Roboter die Bewegungen ausführen kann. Ein Wischroboter soll in der Lage sein zumindest kleinere Unebenheiten zu überwinden und seine Bewegungen möglichst genau auszuführen.

Als Hindernisse sind hier eher Fussleisten oder flache Kanten von aufliegenden Glasplatten (vor Öfen oder Kaminen) zu sehen, ein Teppich oder eine Fussmatte sollte der Roboter besser nicht erklimmen. Auch das Überfahren von Kabeln ist eher kritisch zu sehen.

Sensoren sind die Augen und Ohren des Roboters. Als Grundausstattung benötigt ein Wischroboter mindestens einen Kollisionssensor, Abgründe können die meisten günstigen Modelle bereits nicht mehr erkennen. Diese Sensoren müssen alle Fahrbewegungen absichern. Weitere Abstandssensoren können die Erfassung von Hindernissen verbessern. Wenn ein Sensor ein Hindernis meldet, muß der Roboter früh genug und vor allem richtig reagieren .

Bewegung

Die Flächenabdeckung ist eines der wichtigsten Kriterien. Der Saugroboter soll alle zugänglichen Flächen erreichen, die jeweilige Fläche ohne Auslassungen erfassen. Konzentriert sich ein Roboter auf Flächen in einer bestimmten Lage oder läßt er zugängliche Flächen aus, führt das zur Abwertung. Das zentrale Flächen hierbei mehrfach überfahren werden ist für die Wertung nicht relevant. Navigationsfehler werden in großen Räumen (im Test bis 50qm) schneller sichtbar.

Schlecht zugängliche Flächen zeigen wie gut sich ein Saugroboter in Problemsituationen verhält. Der Roboter soll Flächen mit einem schmalen Zugang aufsuchen und ohne Hilfe wieder verlassen können. Diese Flächen entstehen z. B. durch Eßtische mit Stühlen, Möbel mit Beinen oder Schwellen im Boden. Wo der Saugroboter hineinfindet muß er ohne Hilfe in angemessener Zeit auch wieder herauskommen.

Ränder und Ecken stellen die meisten Saugroboter vor Probleme. Den Winkel einer Ecke kann ein runder Roboter aufgrund seiner Bauform nicht erreichen. Im Test wird bewertet wie groß die Winkel sind, die nicht gereinigt werden. Wie gut folgt der Reinigungsroboter einer Wand und welche Ränder läßt er hier zurück? Regelmäßige Reinigung durch den Roboter werden fast wertlos wenn ein grauer Randstreifen auf dem dunklen Parkett zurückbleibt.

Treppen, Absätze und die Möglichkeit sich unter Möbeln zu verkeilen gehören zu den besonderen Situationen. Nur selten wird ein Zimmer wirklich von allen Fallen für den Wischroboter befreit. Der Roboter soll erkennen ob er von einem keilförmigen Gegenstand angehoben wird oder sich in Kleidung, Spielzeug oder einer Ecke verfangen hat. Entweder der Reinigungsroboter kann sich befreien oder er muß sich abschalten und auf Hilfe warten. Reagiert der Roboter falsch kann es zu Schäden am Wischroboter und der Einrichtung kommen.

Testaufgabe Reinigung

Wischroboter sind aufgrund der trockenen Reinigungstücher auf Hartböden beschränkt. Manche Modelle ermöglichen dafür eine feuchte Reinigung. Das feuchte Tuch reicht zumindest bei kleinen Räumen für eine einfache Reinigungsaufgabe aus. Gewertet wird hier insbesondere, ob das Tuch auch tatsächlich auf den Boden gedrückt wird und reinigt. Mancher Hersteller von Saugrobotern beschränkte sich bislang auf das lockere Hinterherziehen des Tuches, oft mit zweifelhaftem Erfolg.

Die Randreinigung ist ein gesonderter Punkt: Der Saugroboter soll den Schmutz in der kompletten Breite bis zum Rand aufnehmen. Da hier andere Methoden zur Reinigung eingesetzt werden, ist das Ergebnis oft deutlich anders als im Bereich der Walzenbürste oder des Saugschlitzes.

Akku und Wartung

Für die Akkuleistung ist die Betriebsdauer bis zum nächsten Ladevorgang, weniger die Kapazität des Akkus ausschlaggebend. Stromsparende Geräte kommen auch mit kleineren Akkus lange Zeit aus. Wird die Reinigung wegen Strommangel unterbrochen, sind kurze Ladezeiten bis zum nächsten Einsatz gefordert. Braucht ein Saugroboter zu lange für den Ladevorgang, kann der Roboter pro Tag nur in einem Raum eingesetzt werden.

Wischroboter werden regelmäßig mit neuen Tüchern ausgestattet. Hier zählt der bequeme Tuchwechsel und die Art der verwendeten Tücher. Schließlich wollen Sie den Roboter nicht nur einmal nutzen.

Bedienung

Staubsauger sollten einfach zu bedienen sein. Im Zweifel reicht ein Schalter mit 2 Positionen: An und Aus.

Wischroboter werden dagegen oft mit mehreren Programmen ausgestattet. Zwischen dem An/Aus-Schalter und einer Programmierung die einem Videorekorder würdig ist, gibt es viele Abstufungen. Nicht jede Auswahl ist sinnvoll. Wischroboter sind dabei noch einfacher ausgestattet als Saugroboter. Auf manuelle Steuerung durch Fernbedienungen und Zubehör wird hier meist verzichtet.

Wertung

Für jeden Teilbereich gibt es maximal 10 Punkte, insgesamt sind 100 Punkte möglich. In Schulnoten ergibt sich die folgene Wertung:

PunkteNote
0 bis 19 ungenügend = 6
20 bis 39 mangelhaft = 5
40 bis 56 ausreichend = 4
54 bis 73 befriedigend = 3
74 bis 90 gut = 2
91 bis 100 sehr gut = 1

Es ist schwierig für einen Wischroboter die volle Punktzahl in allen Bereichen zu erhalten, ein "Sehr gut" wird auf sich warten lassen. Es lohnt sich vor dem Kauf den eigenen Bedarf zu kennen und ein entsprechendes Modell zu wählen.

Die Kosten spielen für die eigentliche Punktwertung kein Rolle. Es hat sich auch bei den Saugroboter-Tests mittlerweile herausgestellt, das Qualität ihren Preis hat. Geringe Folgekosten wiegen oft einen hohen Kaufpreis auf und billige Wischroboter ohne die Chance auf en Nachkauf von Verbrauchsmaterial bieten auch keinen Kostenvorteil. Zudem sind die hier angegebenen Preise oft die Wunschvorstellung der Hersteller, der Preisverfall ist auch hier, gemessen an der Leistung teilweise dramatisch.


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