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Saugrobot.de

Nie mehr selber Saugen ...

TCM Reinigungsroboter im Test:
Reinigung

Die Reinigungsmechanik des Tchibo Saugroboters besteht aus einer Walzenbürste mit einer offenen Auffangschale für Partikel und groben Schmutz und einem getrennten sehr schmalen Saugschlitz mit einem 2 Watt-Gebläse für Feinstaub. Die Wirkung entspricht mehr einer Kehrmaschine als einem Staubsauger.

Teppichboden Wertung: 3 von 10 Punkten

TCM Reinigungsroboter auf dem Testteppich

Der TCM Reinigungsroboter arbeitet mit der Walzenbürste durch kurzen Teppichflor und bürstet Partikel und Flusen sauber aus dem Boden in die offene Auffangschale. Oberflächlich liegender feiner Staub wird mit dem Saugschlitz aufgenommen. Der TCM Reinigungsroboter ist dabei überraschend gründlich und auf Teppich sogar verhältnismäßig leise. Im Video zur Bewegung des TCM Reinigungsroboters ist dies recht gut zu sehen. Der "Dreck" auf dem dunklen Teppich besteht hier aus Haferflocken und feinem Paniermehl, die letzten Szenen wurden allerdings nachträglich auf sauberem Teppich aufgenommen.

Das Ausbürsten des Staubs ist eine alte Technik, die bereits in den 50er Jahren von Leifheit im mechnischen Teppichroller verwendet wurde. Die Bürste schleudert Staub und Partikel in eine Auffangschale, an der Auffangschale befindet sich ein grober Kamm, der größere Flusen von der Bürste abstreift. Diese Mechanik arbeitet sehr effektiv.

Ist der Teppichflor höher, reicht die Kraft des Bürstenmotors nicht mehr aus um die Bürste mit einer höheren Geschwindigkeit durchzudrehen. Die Reinigungsleistung sinkt, das Ergebnis wird schlechter und der Saugroboter quält sich über den hohen Flor. Der Stromverbrauch für die Bewegung ist deutlich höher und reduziert die Laufzeit erheblich. Auf mittel- und hochflorigem Teppich kann der TCM Reinigungsroboter nicht eingesetzt werden.

Der Saugschlitz ist sehr schmal und wird in der Luftführung durch Führungsstege zusätzlich eingeengt. Zwischen zwei Gummilippen saugt der Roboter über eine breite aber flache Luftführung den Staub in das Gebläse und wirft den Feinstaub anschließend in eine getrennte Filterbox mit einem abschließenden Filterfließ.

Eine sehr unglückliche Konstruktion, denn der lange und flache Ansaugweg und der Umweg durch das Gebläse verstopfen schnell. Staubflocken verfangen sich an den Führungsstegen und setzen den Saugweg zu. Zudem muß der Staub den Ventilator passieren und sammelt sich am Auswurf des Ventilators in die Filterbox.

Nach Bedienungsanleitung soll der Saugweg und Staub-Filter nach jeweils etwa 5 Einsätzen gereinigt werden, der Staubsauger setzt sich jedoch in der Nähe des Ventilators deutlich schneller zu. Vom Staub kommt nur ein Teil in der Filterbox an.

Für die Reinigungswirkung auf Teppich hat dies nur geringe Auswirkungen: Der Staubsauger des TCM Reinigungsroboters ist auch unter optimalen Bedingungen kaum in der Lage den Staub aus den Fasern aufzusaugen, die Hauptarbeit wird von der Walzenbürste erledigt. Trotz des schwachen Staubsaugers ist das Reinigungsergebnis auf kurzflorigem Teppich befriedigend.

Hartböden Wertung: 6 von 10 Punkten

TCM Reinigungsroboter auf Fliesenboden

Auf Hartböden legt die kleine Kehmaschine richtig los, vor allem akustisch. Der kleine TCM Reinigungsroboter führt sich auf wie eine Erntemaschine. Beim Kehren klappert, scheppert und brummt es, der Saugroboter ist überall sehr gut zu hören.

Auch auf Hartböden wie Fliesen oder Laminat sorgt die Walzenbürste für eine effektive Reinigung. Krümel werden zwar nicht immer im ersten Anlauf restlos erfaßt, aber was in den Bereich der Walzenbürste gerät, wird letztlich auch eingesammelt. Die Bürste geht robust zur Sache und setzt tief auf dem Boden auf. Partikel und Krümel in den Fugen von Fliesenböden werden von der Bürste erfaßt und zuverlässig aufgesammelt.

Der schnell drehende Seitenpinsel soll Krümel in den Aufnahmebereich der Walzenbürste bringen und verteilt dabei die Krümel gelegentlich auch durch den Raum. Bei der Randreinigung erreicht der Seitenpinsel nicht immer die Kante, insgesamt ergänzt der rotierende Seitenpinsel die Walzenbürste recht gut.

Der Fahrweg des linken Antriebsrades ist mit einer kleinen feststehenden Bürste versehen. Hier schiebt der TCM Reinigungsroboter auf Hartböden gerne Krümel vor sich her und verteilt die Krümel nach außen. Krümel werden so nicht vom Antriebsrad in den Boden gedrückt, können aber auch nicht vom Roboter aufgenommen werden.

Die Walzenbürste führt hier noch zu einem anderen Phänomen: Während sich der Feinstaub auf Teppich vor dem Saugschlitz wieder auf den frisch gebürsteten (statisch aufgeladenen) Teppich senkt, heftet sich der Feinstaub auf Hartböden an die Unterseite und die Karosserie des TCM Reinigungsroboters. Nach einem Reinigungslauf auf Fliesen ist der Saugroboter mit Staub bedeckt. Bei einem neuen TCM Reinigungsroboter lädt sich die Oberfläche des Roboters statisch auf und zieht den gesamten Staub der Umgebung an. Der Effekt läßt nach einer Weile nach.

Der Staubsauger hat es auf Hartböden einfacher den Feinstaub vom Boden aufzunehmen, die Saugwirkung bleibt aber ähnlich bescheiden wie auf Teppich. Die Leistung des Staubsaugers reicht gerade aus um losen Staub aufzunehmen, auch hier leistet die Walzenbürste die eigentliche Reinigungsarbeit.

Ränder und Ecken Wertung: 5 von 10 Punkten

Der TCM Reinigungsroboter verfügt über zwei Randverfolgungs-Programme. Entweder wird der Infrarotsensor und der Kollisionssensor zur Wandverfolgung eingesetzt.

Bei der Wandverfolgung mittels Infrarot-Sensor schwänzelt der Saugroboter in einem geringen Abstand an der Wand entlang. Der Seitenpinsel erreicht dabei nicht die Wand, der TCM Reinigungsroboter hinterläßt einen Rand von 1-2cm der auch nicht vom rotierenden Seitenpinsel erfaßt wird. Auf Teppich zeigt der Seitenpinsel so gut wie keine Wirkung, hier bleibt ein Rand von etwa 10 cm ungereinigt.

Im Kollisionsmodus (dem anderen Wandverfolgungsprogramm) fährt der Roboter in flachen Bögen immer wieder auf die Wand zu, kollidiert und dreht zum nächsten Boden ab. Dabei wird der rotierende Seitenpinsel bis an die Wand gebracht und bringt zumindest auf Hartböden den Staub in die Reichweite der Walzenbürste. Leider werden die Bögen etwas weit gefahren, so daß in der Mitte der Bögen ungereinigte Flächen übrig bleiben. Diese Auslassungen können erst bei wiederholtem Abfahren der selben Ränder erfaßt werden. In kleineren Räumen wird die Wandverfolgung oft genug eingesetzt, so daß hier die Strecken mehrfach abgefahren werden. In großen Räumen ist dies leider nicht mehr der Fall.

In Ecken fährt der TCM Reinigungsroboter mit mehreren Drehungen und Kollisionen ein und erfaßt alle Flächen die mit dem Seitenpinsel oder der Walzenbürste erreichbar sind. Der Seitenpinsel ragen nicht sehr weit unter der Karosserie hervor, so daß die Rundung der Karosserie die maximale Reichweite bestimmt. In der Praxis bleibt eine Ecke von etwa 16 bis 18cm ungereinigt.

Auch wenn der TCM Reinigungsroboter einen ziemlichen Aufwand mit der Randreinigung betreibt, bleiben zu viele Auslassungen übrig. Gerade in größeren Räumen zeigt die Randreinigung Schwächen.

Wertung

KriteriumPunkteBemerkung
Teppichboden3(nur für kurzen Flor geeignet)
Hartboden6
Ränder5
Summe Reinigung14(maximal 30 Punkte)

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