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Siemens VSR 8000 im Test: Bewegung

Der Siemens VSR 8000 nutzt die Amöbenstrategie zur Flächenabdeckung. Unterstützt wird diese Fahrweise je nach erkannter Situation von verschiedenen Fahrstrategien zum Erreichen und Verlassen von Engstellen oder Fallen.

Flächenabdeckung Wertung: 7 von 10 Punkten

Die Amöbenstrategie erreicht eine gute Flächenabdeckung. Anfängliche Auslassungen in der Fläche und an den Rändern werden im Laufe der Reinigungszeit nach und nach erfaßt. Ein großer Teil der Fläche wird dabei mehrfach gereinigt. Bei schmalen Flächen verschlechtert sich das Ergebnis: Der Roboter entkommt oft bereits nach wenigen Wendungen aus der Engstelle oder dem Gang und hinterläßt eine Fläche mit deutlichen Auslassungen an den Rändern der Fläche.

Nicht die komplette Fläche die der Roboter abdeckt wird auch tatsächlich gereingt. Maßgebend sind für die Flächenabdeckung die Bürstenspuren und nicht die Fahrspuren des Roboters. Gegenüber anderen Reinigungsrobotern mit einer breiteren Bürste befindet sich der Sensor Cruiser mit nur 9cm Bürstenbreite klar im Nachteil.

Den schmalen Wirkbereich gleicht der Saugroboter mit einer verlängerten Fahrzeit aus, das kürzeste Zeitprogramm für den VSR8000 Sensor Cruiser geht über 3 Stunden. Läßt man den Roboter in Ruhe arbeiten, zeigen die Räume nach 3, 6 oder 9 Stunden Fahrprogramm keine Auslassungen in der Fläche. Werden mehrere Räume in einem Arbeitsgang gereinigt, hilft das Endlos-Programm alle Flächen abzudecken.

Schlecht zugängliche Flächen und Ränder Wertung: 9 von 10 Punkten

Der Roboter ist vergleichsweise klein und erreicht mittels Amöben-Strategie auch fast unzugängliche Flächen unter Tischen oder Nischen mit schmalen Zugängen. Wenn der VSR 8000 auf einen Trichter stößt, schlängelt sich der Roboter mit immer kleineren Drehungen auf die Engstelle zu. Er durchfährt auch Engstellen die nur um wenige Millimeter breiter sind als der Roboter.

Erkennt der Roboter durch mehrfaches Anstoßen eine enge Sackgasse, dann wechselt er die Strategie und versucht sich in die Richtung zu drehen aus der er in die Engstelle gelangt ist. Auf diese Weise verbringt er nur wenig Zeit in Engstellen oder Nischen

Der Sensor Cruiser erreicht im Laufe der Zeit nahezu jede Fläche mit einer Zufahrt in der Breite des Saugroboters. Er zeigt dabei keine besonderen Vorlieben sondern wendet sich von der größten Fläche im Raum gleichmäßig allen Bereichen zu.

Der VSR 8000 hat keinen Wandsensor. Wird eine Wand durch einen frontale Kollision erkannt, versucht der Roboter durch Messung der Fahrstrecke nach einer 45 Grad Wendung mit ein oder zwei weiteren Drehungen parallel zur Wand weiter zu fahren. Der "Wandmodus" endet mit der nächsten Kollision. Von Wandverfolgung kann hier keine Rede sein. Bei engeren Flächen sorgt der dieses Verhalten gelegentlich dafür, daß ein Gang fast sofort wieder verlassen wird.

Erkennt der VSR 8000 eine Ecke, wird Sie ausgiebig gereinigt. Das selbe Programm, daß auch das Durchfahren von Trichtern ermöglicht, sorgt hier dafür das der Roboter sich bis in die Ecke schlängelt und so viel Fläche wie möglich erfaßt.

Selbst mit ein Eßtisch mit Stühlen (ein klassischer Hummerkorb) kann den VSR8000 nicht auf Dauer einsperren. Der Roboter findet immer noch ein Loch, daß groß genug ist um zu entkommen. Dabei kommt dem Saugroboter die geringe Größe und die 360-Grad Kollisionserkennung zugute: Unter einem normalen Stuhl kann der VSR 8000 problemlos in allen Richtungen zwischen den Beinen durchfahren.

Kabel oder Lampenfüße sind für den Saugroboter kein Problem: Stößt ein Gegenstand gegen die Karosserie, wendet der Roboter zuverlässig ohne sich zu verheddern. Flach liegende Strom-Kabel werden überfahren. Der Roboter hat ein gefedertes Fahrwerk mit großem Hub und ist so in der Lage auch dann noch zu entkommen, wenn das Chassis durch einen keilförmigen Gegenstand einseitig angehoben wird.

Der VSR8000 benutzt die gesamte Karosserie als Stoß-Sensor. Der Roboter erkennt daher wirklich alle Kollisionen, auch bei Rückwärts-Fahrten. Die Hörner auf der Karosserie lassen den Roboter auch Kollisionen meim Unterfahren von Gegenständen zuverlässig erkennen. In der Praxis wird sich der Roboter so nirgendwo verkeilen oder festfahren.

Die Navigation und die Problemlösung für den Fahrbetrieb ist insgesamt ausgereift, der Roboter läßt sich auch in schwierigerem Umfeld unbeaufsichtigt einsetzen.

Fahrt zur Ladestation Wertung: 10 von 10 Punkten

Der Siemens Sensor Cruiser sucht vor jedem Arbeitsgang die Ladestation auf, läßt die Filterbox absaugen und lädt bei Bedarf den Akku nach.

Die Station sendet Infrarot-Richtstrahlen aus, mit der der Roboter die Station erkennt. Da der Roboter mit seinen infrarot-Sensoren fast 360 Grad abdeckt, reicht es dem Sensor Cruiser in einiger Entfernung duch den Infrarot-Strahl der Station zu fahren um die Station zu erkennen. Die Reichweite der Infrarot-Strahlen liegt bei etwa 4 bis 5 Metern, unter guten Bedingungen erkennt der Roboter die Station durch mehrere Räume.

Ist die Station erkannt, steuert der VSR 8000 in gerader Linie auf die Station zu. Der Roboter fährt vorwärts in die Station ein, wobei er in der Lage ist sich auf der Plattform der Station noch etwas zu drehen. Der Roboter muß also nicht im rechten Winkel auf die Station zufahren.

Die kleinen Ladekontakte sorgen dabei gelegentlich für eine Wiederholung: Hat der Roboter keinen richtigen elektrischen Kontakt zur Station, fährt er aus der Station und wiederholt die Anfahrt. Auch unter widrigen Bedingungen gelangt der Roboter spätestens beim 4. oder 5. Versuch auch ohne Hilfe die Station.

Wertung

KriteriumPunkteBemerkung
Flächenabdeckung7(lange Laufzeit aufgrund schmaler Walzenbürste)
Schlecht zugängliche Flächen und Ränder9
Fahrt zur Ladestation10
Summe Bewegung26(maximal 30 Punkte)

Weiter im Test mit der Reinigung ...
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