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Saugrobot.de

Nie mehr selber Saugen ...

Saugroboter im Test

Es ist schwierig die angebotenen Saugroboter anhand Ihrer Papierform zu bewerten. Verpackung und Werbung versprechen viel, aber erst beim Einsatz im eigenen Heim zeigt sich die leistung. Der Test stellt allgemein gültige Kriterien für den Einsatz eines Saugroboters auf und dient dazu die Saugroboter zu möglichst objektiv bewerten.

Die hier vorgestellten Modelle haben mindestens einen mehrwöchigen Einsatz hinter sich gebracht, in dem Sie Ihre Praxistauglichkeit unter Beweis stellen mußten.

Fahrwerk und Sensoren

Bei der Bewertung des Fahrwerks geht es um die Geländegängigkeit und Genauigkeit mit der der Roboter die Bewegungen ausführen kann. Ein Saugroboter soll in der Lage sein kleinere Hindernisse zu überwinden und seine Bewegungen möglichst genau auszuführen.

In der Praxis verhindert bereits die Faserrichtung eines Teppichs den genauen Geradeauslauf des Roboters. Kanten aufdem Boden liegender Teppiche und Leisten zwischen unterschiedlichen Böden sollen überfahren werden ohne das der Roboter dabei die Richtung verliert. Ist das Fahrwerk hierzu nicht in der Lage, wird der Roboter vom Weg abgelenkt und läßt Bodenflächen aus. Im schlimmsten Fall kann der Roboter sich festfahren.

Sensoren sind die Augen und Ohren des Roboters. Als Grundausstattung benötigt ein Saugroboter mindestens einen Kollisionssensor und eine Reihe von Höhensensoren zur Absicherung von Treppen. Diese Sensoren müssen alle Fahrbewegungen absichern und alle Hindernisse erkennen. Weitere Kollisionssensoren können die Erfassung von Hindernissen verbessern.

Unbeaufsichtigten Robotern kann vieles passieren: Sensoren für den Füllgrad der Filterbox, Überwachung der Ansaugwege und Schmutzsensoren ermöglichen dem Roboter sich zumindest teilweise selbst zu überwachen und bei besonderen Situationen zu reagieren. Infrarot-Empfänger führen den Roboter zur Station zurück.

Trotz aller Sensoren leisten sich einige Roboter Fehler bei der Erkennung von Hindernissen. Hier liegt das Problem oft nicht beim Sensor sondern bei der Programmierung des Roboters. Wenn ein Sensor ein Hindernis meldet, muß der Roboter früh genug und vor allem richtig reagieren .

Bewegung

Die Flächenabdeckung ist eines der wichtigsten Kriterien. Der Saugroboter soll alle zugänglichen Flächen erreichen, die jeweilige Fläche ohne Auslassungen erfassen. Konzentriert sich ein Roboter auf Flächen in einer bestimmten Lage oder läßt er zugängliche Flächen aus, führt das zur Abwertung. Das zentrale Flächen hierbei mehrfach überfahren werden ist für die Wertung nicht relevant. Navigationsfehler werden in großen Räumen (im Test bis 50qm) schneller sichtbar.

Schlecht zugängliche Flächen zeigen wie gut sich ein Saugroboter in Problemsituationen verhält. Der Roboter soll Flächen mit einem schmalen Zugang aufsuchen und ohne Hilfe wieder verlassen können. Diese Flächen entstehen z. B. durch Eßtische mit Stühlen, Möbel mit Beinen oder Schwellen im Boden. Wo der Saugroboter hineinfindet muß er ohne Hilfe in angemessener Zeit auch wieder herauskommen.

Ränder und Ecken stellen die meisten Saugroboter vor Probleme. Den Winkel einer Ecke kann ein runder Roboter aufgrund seiner Bauform nicht erreichen. Im Test wird bewertet wie groß die Winkel sind, die nicht gereinigt werden. Wie gut folgt der Saugroboter einer Wand und welche Ränder läßt er hier zurück? Regelmäßige Reinigung durch den Roboter werden fast wertlos wenn ein grauer Randstreifen auf dem dunklen Parkett zurückbleibt.

Treppen, Absätze und die Möglichkeit sich unter Möbeln zu verkeilen gehören zu den besonderen Situationen. Nur selten wird ein Zimmer wirklich von allen Fallen für den Saugroboter befreit. Der Roboter soll erkennen ob er von einem keilförmigen Gegenstand angehoben wird oder sich in Kleidung, Spielzeug oder einer Ecke verfangen hat. Entweder der Saugroboter kann sich befreien oder er muß sich abschalten und auf Hilfe warten. Reagiert der Roboter falsch kann es zu Schäden am Saugroboter und der Einrichtung kommen.

Für Roboter mit Ladestation gehört die Suche und das Anfahren der Station zum Pflichtprogramm. Der Roboter soll zumindest die Station im selben Raum finden, besser noch die Station in einem anderen zugänglichen Raum erreichen.

Testaufgabe Reinigung

Im Test Saugroboter wird die Schmutzaufnahme auf Teppich und Auslegeware und Hartböden (Fliesen, Laminat, Parkett) bewertet. Der Saugroboter soll Staub und feine Partikel aufnehmen, aber auch einzelne Schnipsel wie Kleintierstreu, feine Blätter von Zierpflanzen oder kleine Papierschnipsel. Bei Auslegeware sollte auch die Arbeit der Bürste auf dem Boden sichtbar werden.

Die Randreinigung ist ein gesonderter Punkt: Der Saugroboter soll den Schmutz in der kompletten Breite bis zum Rand aufnehmen. Da hier andere Methoden zur Reinigung eingesetzt werden, ist das Ergebnis oft deutlich anders als im Bereich der Walzenbürste oder des Saugschlitzes.

Akku und Wartung

Für die Akkuleistung ist die Betriebsdauer bis zum nächsten Ladevorgang, weniger die Kapazität des Akkus ausschlaggebend. Stromsparende Geräte kommen auch mit kleineren Akkus lange Zeit aus. Wird die Reinigung wegen Strommangel unterbrochen, sind kurze Ladezeiten bis zum nächsten Einsatz gefordert. Braucht ein Saugroboter zu lange für den Ladevorgang, kann der Roboter pro Tag nur in einem Raum eingesetzt werden.

Hinter dem leidigen Thema Filter verbirgt sich das regelmäßige Leeren der Filterbox. Hier ist eine einfache Handhabung und möglichst wenig Umgang mit dem aufgenommenen Schmutz gefragt. Filtertüten führen deshalb nicht unbedingt zur Abwertung: Der Kontakt mit dem Staub ist für Allergiker keine Frage von Bequemlichkeit.

Die Bürstenpflege ist eine regelmäßige Aufgabe für Saugroboter mit langhaarigen Mitbewohnern. Die Haare wickeln sich um die Bürsten und müssen regelmäßig entfernt werden. Die Bürste muß leicht zugänglich sein und sich einfach reinigen lassen.

Bedienung und Kosten

Staubsauger sollten einfach zu bedienen sein. Im Zweifel reicht ein Schalter mit 2 Positionen: An und Aus.

Saugroboter werden dagegen oft mit einer Vielzahl von Programmen und einer Fernbedienung ausgestattet. Zwischen dem An/Aus-Schalter und einer Programmierung die einem Videorekorder würdig ist, gibt es viele Abstufungen. Nicht jede Auswahl ist sinnvoll.

Getrennt bewertet wird hier die einfache Bedienung für den unbeaufsichtigten Betrieb und die erweiterten Steuerungsmöglichkeiten für Fernsteuerung und manuelle Eingriffe durch Fernbedienung, Wochentimer oder Sonderprogramme.

Unter den weiteren Optionen kann der Roboter zeigen, was er sonst noch kann. Hier zählen Wischprogramme, Desinfizieren, beduften und andere Spezialprogramme. Die Zusatzfunktionen sollten aber zumindest sinnvoll nutzbar sein.

Bei den Kosten zählt nicht allein der Kaufpreis: Wer im eigenen Haus einen Staubsauger aus den 60er-Jahren immer noch einsetzt, der weiß wovon ich rede. Verbrauchsmaterial muß lange Zeit erhältlich sein, sonst kann schon beim ersten Akkuwechsel der Neukauf eines Saugroboters anstehen. Zu den Kosten gehören neben dem Akku, Ersatzbürsten und Filter auch die Staubsaugerbeutel.

Wertung

Für jeden Teilbereich gibt es maximal 10 Punkte, insgesamt sind 170 Punkte möglich. In Schulnoten ergibt sich die folgene Wertung:

PunkteNote
0 bis 30 ungenügend = 6
31 bis 60 mangelhaft = 5
61 bis 90 ausreichend = 4
91 bis 120 befriedigend = 3
121 bis 150 gut = 2
151 bis 170 sehr gut = 1

Es ist schwierig für einen Saugroboter die volle Punktzahl in allen Bereichen zu erhalten, hierzu müßte er ein echtes Allround-Talent sein. Zur Zeit wird kein Saugroboter ein "sehr gut" erreichen können. Es lohnt sich vor dem Kauf den eigenen Bedarf zu kennen und ein entsprechendes Modell zu wählen.


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