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Nie mehr selber Saugen ...

iRobot Roomba Scheduler im Test:
Reinigung

Der Roomba Scheduler setzt vorwiegend auf die mechanische Reinigung der Böden. Die Hauptarbeit übernimmt eine Walzenbürste in Kombination mit einer Gummi-Walze, der vorhandene Staubsauger ist nur schwach ausgelegt und dient alleine dazu feine Staubpartikel aufzunehmen.

Teppichboden Wertung: 10 von 10 Punkten

Die mechnische Reinigung ist für Teppichböden optimal geeignet. Auf den Fasern liegender Staub und Partikel werden zuverlässig von den beiden gegenläufigen Walzen erfasst und in die Partikelbox geworfen. Die Mechanik ist nicht wirklich laut, zeichnet sich dafür aber durch die Geräuschvielfalt einer kleinen Erntemaschine aus. Der Roomba klappert und scheppert in moderater Lautstärke und ist jederzeit gut hörbar.

Der Roomba Scheduler Intelli-Bin erfaßt auch verhältnismäßig große Gegenstände und Schnipsel. Im Test fand sich in der Partikelbox auch eine verloren geglaubte Figur aus einem Überaschungsei und verschiedene Plastik-Plättchen in der Größe bis etwa 2 x 2 cm. Im Grunde wird alles aufgesammelt, was sich überfahren läßt und dabei in die Reichweite der Walzenbürsten gerät.

Die Bürstenmotoren des Roomba Scheduler sind stark genug um auch mit hochflorigem Teppich fertig zu werden. Auf hochfloriger Auslegeware arbeiten die Bürsten noch nahezu genau so schnell wie auf Hartböden, ein Leistungsverlust oder eine Verschlechterung der Reinigungsleistung ist nicht erkennbar. Mit einer wirksamen Reinigungsbreite von etwa 16,5cm erreicht der Roomba Scheduler eine hohe Flächenleistung

Auf langhaarigem Teppich und Plüsch, wie er gerne als Badezimmerteppich vorkommt, sollten Sie den Roomba Scheduler (wie auch alle anderen Saugroboter) nicht einsetzen um Schäden am Plüsch zu vermeiden.

Der Staubsauger besteht aus einem schmalen Saugschlitz zwischen zwei Gummilippen der exact die Breite der Walzenbürsten abdeckt. Der Feinstaub wird in eine Filterkammer mit einem runden Filterfließ als Abschluß eingesaugt. Der Lüfter befindet sich hinter dem Filter und befördert die Abluft über einen Kanal aus der Rückseite der Filterbox. Lüfter und Elektronik der Filterbox erhalten Ihren Strom über zwei Kontakte vom restlichen Roboter.

Da der Staubsauger sich nur noch um den Feinstaub kümmern muß, reicht die Saugkraft aus. Größere Partikel könnte der Staubsauger nicht aufnehmen, diese werden aber beim Roomba bereits von der Bürstenmechanik erfaßt.

Das Reinigungsergebnis auf Teppich ist sehr gut.

Hartböden Wertung: 7 von 10 Punkten

Auf Hartböden verteilen einzelne Bürstenwalzen die Krümel gerne im Raum, nicht so beim Roomba: Die gegenläufigen Bürstenwalzen spielen sich die Krümel zu und befördern sie sicher in die Auffang-Box. Gerät ein Krümel einmal in den Weg diese beiden Bürstenwalzen ist ein entkommen nahezu unmöglich.

Die Bürsten sitzen satt auf dem Boden auf, so daß auch Partikel aus Fliesenfugen erfaßt werden, Feinstaub wird mit dem Staubsauger direkt vom Boden aufgenommen.

Da Staubsauger und Bürsteneinheit getrennt sind, macht sich auf Hartböden ein Phänomen bemerkbar: Der Roboter wirbelt Feinstaub vom Boden auf und staubt sich dabei selber ein. Die Kunststoffteile des Roboters ziehen den Staub an und nach einer längeren Reinigung von Hartböden haftet der Staub fast auf dem gesamten Roboter.

Die Bürsteneinheit wirft die Partikel in die Auffangbox, dort wird der feine Staub aber nicht duch einen Lüfter mit Filter festgehalten. Feiner Staub wirbelt so wieder aus der Auffangbox heraus und entkommt seitlich.

Der Staubsauger bietet hier keine Hilfe, der Ansaugschlitz des Staubsaugers ist durch zwei Gummileisten eingefaßt und wird eng am Boden geführt. So kann der Staubsauger zwar den Staub vom Boden aufnehmen, der aufgewirbelte Feinstaub im Umfeld der Bürsteneinheit wird aber nicht erfaßt. Auf Teppich tritt dieser Effekt nicht auf, der Teppichboden dichtet hier die Reinigungseinheit ab. Für Allergiker ist dieses Aufwirbeln nicht optimal, da der aufgewirbelte Staub sich nicht nur auf dem Boden absetzt.

Der rotierende Seitenpinsel erweitert auf Hartböden den Einzugsbereich der Bürstenwalzen. Staub und Partikel werden vom Boden gelöst und in den Arbeitsbereich der Walzenbürsten transportiert. Lediglich weit außen liegende Krümel verteilen die rotierenden Seitenpinsel neu.

Eine feststehende Bürste vor dem linken Antriebsrad verhindert daß Krümel vom Antriebsrad in den Boden gedrückt werden. Krümel und größere Partikel in dieser Spur werden nach außen geschoben und können erst beim nächsten überfahren erfaßt werden.

Auf Hartböden ist der Roomba Scheduler etwas lauter als auf Teppich, aber immer noch leise genug um die Nachbarn nicht zu stören. Die abwechslungsreiche Geräuschkulisse wird hier noch durch die schleifenden Geräusche der Bürste ergänzt.

Das Reinigungsergebnis auf Hartböden ist insgesamt gut.

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Ränder und Ecken Wertung: 7 von 10 Punkten

Der wirksamste Teil des Roomba Scheduler Intelli-Bin ist die 16 bis 17cm breite Einheit aus Walzenbürsten und Staubsauger, die mittig unter dem Roboter hängt. Links und rechts von dieser Reinigungseinheit befinden sich die Antriebsräder und damit ein Bereich von etwa 9cm unter dem Roboter der nicht wirksam gereinigt wird.

Die Seitenbürste auf der rechten Seite des Saugroboters kann den Wirkungsbereich auf Teppich nicht erweitern, die rotierenden Pinsel sind nur auf Hartböden in der Lage lose aufliegende Krümel in den Weg der Walzenbürsten zu bringen. Die Pinselspitzen ragen noch etwa einen Zentimeter aus dem Fahrweg des Roboters.

Wenn der Roomba Scheduler auf Hartböden mit dem rechten Seite an der Wand entlangfährt reichen die Seitenpinsel bis zur Kante. Der Saugroboter fährt ziemlich eng an der Wand entlang, kollidiert er mit einem vorstehenden Teil weicht der Roboter nach links aus und fährt in einem engen Bogen zur Wand zurück. Der Roboter setzt dabei nicht zurück, so daß im inneren des Bogens ein Dreieck von etwa 5cm Höhe und 10 cm Länge ungereinigt bleibt.

Fährt der Roomba Scheduler mit der Kollisions-Methode an der Wand entlang, verwendet er sehr kurze Bögen. Mit der rechten Seite zur Wand bleiben dabei keine Auslassungen, der Roboter drängelt sich mit dem Seitenpinsel an der Wand entlang. Mit der linken Seite zur Wand verbleibt ein ungereinigter Rand von etwa 10cm, da hier kein Seitenpinsel vorhanden ist.

Ecken widmet der Roomba Scheduler keine besondere Aufmerksamkeit: Er fährt bis zur Kollision in die Ecke und wendet in die neue Richtung. Ist die rechte Seite mit dem Seitenpinsel zur Ecke gerichtet, dann verbleibt auf Hartböden ein ungereinigtes Dreieck von etwa 5 bis 6 cm Kantenlänge. Fährt der Roboter dagegen mit der linken Seite zur Ecke, dann sind bleibt ein Rand von etwa 10cm ungereinigt, der sich in der Ecke auf etwa 15 bis 16cm erweitert.

Auf Teppich zeigt der Seitenpinsel nur geringe Wirkung. Der Seitenpinsel erfaßt lose aufliegende Krümel, ansonsten bleibt ein Streifen von etwa 10cm ungereinigt, der sich in den Ecken erweitert.

Da der Roomba Scheduler sehr oft in den Wandmodus wechselt, um Hindernisse zu umfahren oder Engstellen zu passieren, werden die Ränder und Ecken nahezu komplett erfaßt. Auf Hartböden bleiben nach einem Reinigungsvorgang geringe Auslassungen am Rand, auf Teppich sind fast überall 10cm Rand ungereinigt. Insgesamt ein befriedigendes Ergebnis.

Wertung

KriteriumPunkteBemerkung
Teppichboden10(für alle Florhöhen geeignet)
Hartboden7
Ränder und Ecken7
Summe Reinigung24(maximal 30 Punkte)

Weiter im Test mit Akku und Wartung ...
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