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Roomba Scheduler im Test:
Bedienung und Kosten

Mit Wochenprogramm Fernbedienung und viel Zubehör liefert der Roomba Scheduler eine Menge Möglichkeiten zum Einsatz.

Bedienerloser Betrieb Wertung: 8 von 10 Punkten

Der Roomba Scheduler mit Intelli-Bin verfügt über ein Wochenprogramm, mit dem der Roboter einzeln für jeden Wochentag zu einer bestimmten Zeit gestartet werden kann. Die Programmierung erfolgt mit der Scheduler-Fernbedienung, die Scheduler-Funktionen werden zugänglich wenn die Fernbedienung aufgeklappt wird. Hier werden die einzelnen Programme eingegeben und anschließend per Infrarot an den Roboter und die virtuellen Wände gesendet. Der Roboter bleibt bis zur Ausführung in der Ladestation und startet dann zur vorgesehenen Zeit, die programmierten virtuellen Wände schalten sich bereits früher an.

Roomba Scheduler: Fernbedienung im Timer-Modus

Der Roboter kann so mehrere Tage ohne Benutzereingriff die Wohnung reinigen und kehrt immer wieder in seine Ladestation zurück. Mit der Intelli-Bin zeigt der Roboter sogar an wenn die Filterbox geleert werden muß. Eigentlich eine ausgereifte und optimale Lösung für Berufstätige, man programmiert seine Arbeitstage und Zeiten ein und kommt zum Feierabend in eine frisch gesaugte Wohnung. Von einzelnen amerikanischen Benutzern hört man, daß der iRobot Roomba Scheduler dort auch Nachts eingesetzt wird. Diese "Nachtarbeit" setzt allerdings akustisch abgetrennte Schlafräume in einer anderen Etage voraus, denn das Poltern der Kollisionen und die Arbeitsgeräusche des Roboters sind in ruhigen Zeiten doch deutlich zu hören.

Der Roboter entscheidet selbstständig ob der Raum weiter gereinigt werden muß oder ob eine Reinigung vorzeitig abgebrochen wird. Im Test lief der Roboter mal 5 Minuten, öfter mal etwa 30 Minuten und einmal sogar fast 45 Minuten. Was für kleinere Bereiche gut funktioniert, ist für größere Räume nicht optimal: Der Roboter fährt nicht immer den gesamten Raum ab.Der Roomba beendet das Programm auch, wenn er nur an den schmutzigen Stellen vorbeigefahren ist. Eine feste Laufzeit wäre hier vielleicht besser geeignet.

Auch im Wochenprogramm kann der Roboter seine Laufzeit nicht durch Zwischenladungen verlängern. Während die Konkurrenz im Laufe des Tages eine ganze Etage reinigen kann, ist beim Roomba nach einem Reinigungsprogramm von maximal etwa 60 Minuten Schluß. Es fehlt ein starkes Netzteil für Schnelladungen mit der Möglichkeit die Reinigung nach der Ladung fortzusetzen.

Fernsteuerung, manuelle Eingriffe Wertung: 8 von 10 Punkten

Über die Fernsteuerung läßt sich der iRobot Roomba Scheduler komplett fernsteuern, alle Funktionen können am angeschalteten Saugroboter per Fernbedienung ausgelöst werden. Der Roomba kann zudem auch per Fernbedienung manuell durch die Wohnung gefahren werden. Die Infrarot-Fernbedienung benötigt eine Sichtverbindung zum Saugroboter.

Alle Programme können mit der Fernbedienung gestartet oder beendet werden. Der Roboter muß hierfür nur eingeschaltet sein oder in der Station stehen.

Der Roomba Scheduler verfügt über ein Spot-Reinigungsprogramm (Punktreinigung). Der Saugroboter fährt dabei in einer Spirale von innen nach außen bis zu einem Durchmesser von etwa einem Meter, wendet und fährt die Spirale bis zum Mittelpunkt zurück. Stößt der Roboter dabei gegen eine Wand, fährt er die Spirale als größer und kleiner werdende Bögen. In einem schmalen Gang arbeitet sich der Roomba in Bögen vorwärts und deckt dabei ebenfalls etwa einen Quadratmeter ab.

Das Spot-Programm ist eine sinnvolle Erweiterung und ermöglicht die schnelle intensive Reinigung eines verschmutzten Bereiches. Ein normaler Staubsauger wird in manchen Situationen schneller einsetzbar sein, dafür ist der Roomba gerade bei trockenem, eingetretenem Schmutz oft deutlich gründlicher.

Wenn Sie große Räume reinigen wollen, müssen Sie auf das "Max"-Programm zurückgreifen. In diesem Programm bewegt sich der Roboter wie im normalen Clean-Programm, fährt aber den Akku vollständig leer. Der Roboter kehrt nicht in die Station zurück und erreicht so die nahezu lückenlose Reinigung von Flächen bis etwa 50 qm. Besser wäre hier ein Endlosprogramm mit Zwischenladungen wie Sie etwa der Siemens VSR 8000 nutzt, da der Roomba hier durch seine Akkukapazität gegenüber der Konkurrenz immer noch deutlich eingeschränkt ist. Das Max-Programm kann nur manuell gestartet werden.

Weitere Optionen Wertung: 5 von 10 Punkten

Roomba Scheduler: Virtual Wall mit Batterien

Auch der Roomba Scheduler wird, wie fast alle Roombas, mit virtuellen Wänden ausgeliefert. Mit den virtuellen Wänden lassen sich die Arbeitsbereiche des Roomba Scheduler eingrenzen, so daß Türen nicht mehr durchfahren werden oder große Räume nur bis zu einer festgelegten Grenze gereinigt werden.

Die Virtuelle Wand ist ein Infrarot-Sender der ein codiertes Signal aussendet. Kommt der Roboter in den Infrarot-Strahl der virtuellen Wand, simuliert er eine Kollision und wendet vom Strahl weg. Der Infrarot-Strahl streut recht weit, so daß bei einer Reichweite von etwa 3 bis 4 Metern der Roboter bereits fast einen Meter vor der angenommenen Wand kehrt macht. Bei Türen läßt sich die Streuung eingrenzen, indem die virtuelle Wand hinter dem Türrahmen plaziert wird.

Die Sender der virtuellen Wand werden mit 2 Mono-Batterien (D-Zelle, LR20) betrieben. Da in dieser Größe Akkus nicht gebräuchlich sind, müssen hier Alkali-Batterien verwendet werden. Die Verwendung von Baby- statt Mono-Batterien für die virtuelle Wand des Roomba Scheduler wäre günstiger gewesen, diese Größe könnte durch gängige NiMH-Akkus ausgetauscht werden.

Die virtuellen Wände des Roomba Scheduler werden ebenfalls programmiert und schalten sich im automatischen Betrieb jeweils kurz vor der Startzeit des Roboters ein und bleiben etwas länger als die maximale Laufzeit des Roboters eingeschaltet.

Sind automatische Reinigungen programmiert, verbraucht die virtuelle Wand auch außerhalb der Reinigungszeit etwas Batterie. Um die Batterien zu schonen, kann die Leistung des Infrarot-Strahlers in drei Stufen auf die tatsächlich benötigte Reichweite eingestellt werden.

Kosten Wertung: 3 von 10 Punkten

Der iRobot Roomba Scheduler mit Intelli-Bin kostete im iRobot-Shop in den USA 349,99 US$ (etwa 250,00 €) und wird mit dem Erscheinen der 500er-Serie für 314,99 US$ (etwa 225,00 €) abverkauft. Leider schlagen iRobot oder der europäische Importeur für den Importzoll, Umrüstung der amerikanischen Modelle auf hiesige Netzspannung und die Zulassung noch deutlich auf den Preis auf. Zum Vergleich: Der wesentlich einfacher ausgestattete Roomba SE kostet zum Zeitpunkt des Tests in Deutschland 349,00 €. Der iRobot Roomba Scheduler und seine Varianten wurde nicht offiziell nach Europa importiert, es ist jedoch möglich andere Roomba Modelle teilweise aufzurüsten.

Roomba Scheduler: Was ist im Set?

Alle Roomba-Modelle sind in Deutschland in den gehobenen Preisklassen angesiedelt. Im Vergleich zu den chinesischen Modellen sind die Roombas deutlich teurer, iRobot liefert hierfür eine spürbar bessere Qualität und stellt auch über Jahre hinweg die Versorgung mit Verschleiß- und Ersatzteilen sicher.

Da die Preise in den USA schmerzhaft deutlich unter den deutschen Preisen liegen, werden Roombas oft als Reisemitbringsel aus den USA importiert. Gerade bei eBay sind viele Grauimporte im Angebot. Bislang wurden nur wenige Modelle offiziell importiert, bei Grauimporten ist oft keine Garantie möglich und die besonderen Optionen wie in diesem Fall die Intelli-Bin sind in Deutschland auch nicht als Ersatzteil verfügbar. Zudem muß das amerikanische Netzteil durch Universal- oder Notebook-Netzteile ersetzt werden. Erstaunlicherweise liefert iRobot immer noch keine Universal-Netzteile mit den Robotern aus.

Nach den Aktionswaren der ersten Jahre versuchen deutsche Versandhändler seit Herbst 2006 den Import der Roombas nach Deutschland besser zu organisieren und das lokale Vertriebsnetz auszubauen. Originales Verschleißmaterial wie Filter, Bürsten, Akkus, Netzteile und Basisstationen sind mittlerweile problemlos erhältlich.

Wertung

KriteriumPunkteBemerkung
Bedienerloser Betrieb8
Fernsteuerung, manuelle Eingriffe8
Weitere Optionen5
Kosten3
Summe Bedienung und Kosten24(maximal 40 Punkte)

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