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Klarstein Cleanrazor im Test: Bewegung

Flächenabdeckung Wertung: 6 von 10 Punkten

Der Klarstein Cleanrazor kennt drei Fahrstrategien: Zufallsfahrt, Spiralfahrt und Wandverfolgung.

Die Zufallsfahrt ist nach dem klassischen Algorithmus aufgebaut: Der Saugroboter fährt eine gerade Strecke und dreht nach einer zufällig gewählten Strecke in einem zufälligen Winkel und fährt geradeaus weiter. Stößt er auf ein Hindernis, wendet er in einem wiederum zufälligen Winkel von der Wand weg. Die Länge der geraden Fahrstrecken wird zufällig gewählt und im Laufe der Reinigung auf die bisherigen Wege angepasst.

Klarstein Cleanrazor Staubsauger und Reinigungsroboter

Nach einer Weile versucht der Klarstein Cleanrazor eine Fläche für die Spiralfahrt zu finden. Der Saugroboter wechselt erst nach einer freien Fahrstrecke in diesen Modus, um eine möglichst große Freifläche zu finden. Er kreist dann von einer Stelle aus in einer größer werdenden Spirale nach aussen, bis er auf ein Hindernis stößt. Die Fläche wird dabei vollständig und ohne Lücken abgedeckt, auf Teppich entsteht ein Muster das einem Kornkreis ähnelt.

Zuletzt wechselt der Klarstein Cleanrazor dann in die Wandverfolgung, mit der er in einen neuen Bereich vordringt in dem er erneut die Fläche mit der Zufallsfahrt und der Spiralfahrt abdeckt. Die Anteile der jeweiligen Fahrstrategien ändern sich im Laufe eines Reinigungsvorgangs.

Die gewählte Kombination von Fahrstrategien ist für kleinere Flächen optimiert und nicht ganz so effektiv wie eine Amöbenstrategie, insbesondere bei größeren Räumen kann es zu Auslassungen kommen. Die Flächenabdeckung ist nicht perfekt, bei einer Laufzeit von über 60 Minuten ist sie aber auch noch für mittlere Räume (bis 30qm) akzeptabel.

Schlecht zugängliche Flächen und Ränder Wertung: 5 von 10 Punkten

Der Klarstein Cleanrazor kollidiert nicht mit der Wand und hält immer wenige Zentimeter Abstand zum Hindernis ein, die sich zur Breite des Roboters addieren. Die minimale Durchfahrtsbreite ist damit nochmal etwas größer als der Saugroboter, um eine Lücke bei der Wandverfolgung zu durchfahren benötigt der Cleanrazor eine Öffnung von etwa 40 cm.

Klarstein Cleanrazor bei der Wandverfolgung

Eine Sitzgruppe aus Tisch und Stühlen wird der Cleanrazor meist außen umfahren, die hierzulande üblichen Abstände der Stuhlbeine sind meist zu klein um eine Lücke für den Roboterstaubsauger zu bilden. Gerät er trotzdem unter einen engen Stuhl, kann es schon mal etwas länger dauern, bis er sich befreien kann. Die Strategien zur Wandverfolgung erlauben es dem Roboter nicht in allen Situation sehr eng an einem Hindernis entlang aus einer Engstelle herauszufahren. Eine besondere Strategie für das Verlassen von Engstellen ist nicht erkennbar.

Fährt der Klarstein Cleanrazor in einen engen Gang ein, dreht er meist nach kurzer Zeit und fährt wieder aus dem Gang heraus: In der Wandverfolgung weicht der Roboter zwar nach links aus, unterscheidet aber nicht zwischen Hindernissen auf der linken und rechten Seite des Staubsaugerroboters. Auf der rechten Seite des Saugroboters befindet sich Seitenbürste, mit dieser Seite fährt der Cleanrazor an der Wand entlang.

Für die Wandverfolgung kennt der Cleanrazor zwei Verhaltensweisen: Im ersten Fall kurvt er in flachen Bögen an der Wand entlang und läßt dabei kleine Flächen aus. Da die Bogen aber sehr eng an der Wand gefahren werden, bleiben nur wenige Auslassungen zurück.

In der zweiten Strategie zieht er in einer geraden Linie genau parallel zur Wand, der seitliche Abstandssensor sorgt hier für eine exacte Wandverfolgung. Die Seitenbürste reicht dabei immer bis genau zur Wand, der Abstand ist gut gewählt.

Fahrt zur Ladestation Wertung: 5 von 10 Punkten

Die Ladestation des Klarstein Cleanrazor sendet einen starken Infrarot-Leitstrahl aus, den der Saugroboter sogar aus etwa 5 Metern Entfernung noch erkennt. Erkennt der Saugroboter den Leitstrahl, hält er direkt auf die Station zu und zielt auf den letzten Zentimetern mit verringerter Geschwindigkeit genau auf die beiden gefederten Kontakte der Basis. Die Erkennung der Station und die direkte Fahrt zur Station funktioniert sehr gut.

Die Stromübertragung von der Ladestation zu Roboter erfolgt über zwei kleine Kontakte im Rammschild des Saugroboters. Der Saugroboter zielt ziemlich genau, denn auch die Gegenstücke an der Station sind nicht seht groß. Kann der Klarstein Cleanrazor den Strom der Ladestation nicht einschalten, wiederholt er das Andockmanöver.

Klarstein Cleanrazor bei der Anfahrt zur Ladestation

Im Testbetrieb konnte der Cleanrazor leider oft nicht an die schmale Ladestation andocken: Wenn die Station nicht wirklich stabil, gerade und mit einem festen Halt steht, drückt der Saugroboter die Station um. Kippt die Station nur ein wenig, kann der Saugroboter die Ladekontakte nicht mehr erreichen. Nach mehreren Fehlversuchen wartet der Cleanrazor dann vor der Ladestation auf seinen Besitzer.

Die Ladestation in Form eines flachen Kunststoffquaders wird auf einer schmalen Seite aufgestellt und benötigt zur Abstützung eine Wand oder eine hohe Fussleiste. Der Übergang zwischen Wand und Boden muss dabei einen rechten Winkel aufweisen, so dass die Station angelehnt, flach vor der Wand stehen kann. Der Saugroboter drückt die gefederten Kontakte in die Station um den Strom einzuschalten, ohne die Abstützung durch die Wand kippt die Station nach hinten.

Wenn Sie gekehlte Fußleisten in Ihrem Zimmern verwenden, benötigt die Station eine Hilfskonstruktion als Stütze oder eine Wandbefestigung. Im Testumfeld konnte die Station nur in wenigen Räumen ohne Hilfen aufgebaut werden. Testen Sie daher unbedingt die Anfahrt an die aufgebaute Station, bevor Sie den Klarstein Cleanrazor unbeaufsichtigt reinigen lassen.

Wenn gar nichts mehr geht, kann der Saugroboter direkt mit dem Steckernetzteil geladen werden.

Wertung

KriteriumPunkteBemerkung
Flächenabdeckung 6
Schlecht zugängliche Flächen und Ränder 5
Fahrt zur Ladestation 5 (mangelnde Standfestigkeit der Ladestation)
Summe Bewegung 16 (maximal 30 Punkte)

Weiter mit der Reinigungsleistung des Klarstein Cleanrazor ..


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