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Nie mehr selber Saugen ...

iRobot Roomba 580:
Bewegung

Auch wenn der Test des Roomba 560 vor genau einem Jahr nur wenig Wünsche offen ließ: iRobot hat weiter an den Fahrstrategien seiner Saugroboter gearbeitet. Die Änderungen beim Roomba 580 zielten dabei auf eine größere gereinigte Fläche. In vielen Punkten verhält sich der Roomba 580 daher ein klein wenig anders als der im Vorjahr getestete Roomba 560.

Flächenabdeckung Wertung: 8 von 10 Punkten

Wenn Sie den Roomba 580 in der Mitte eines Raumes aussetzen, beginnt er einen Reinigungsvorgang mit einer Spiralfahrt. Dieses Verhalten stammt noch von den ersten Roomba-Modellen und wurde auch im Roomba 580 beibehalten. Ansonsten bedient sich der Roomba 580 im wesentlichen der Amöbenstrategie. Beim Start aus der Station läßt er die Spiralfahrt aus und beginnt sofort mit dem normalen Fahrprogramm.

iRobot Roomba 580 auf einer weiten Fläche

Erkennt der Roboter eine sehr weite Fläche, unterbricht er die Fahrt nach etwa 4 bis 5 Metern und wendet zurück in den Teil des Raums den er gerade gereinigt hat. So wird verhindert, dass der Roboter bei zu großen Freiflächen ständig von einer Raumseite auf die andere Raumseite wechselt und Bereiche unzureichend erfaßt Die zunächst ausgelassene Fläche hinter dem Wendepunkt wird dann zu einem späteren Zeitpunkt angefahren.

Insgesamt scheint sich der Roomba 580 besser im Raum zu orientieren, als seine Vorgänger. Einzelne Bereiche eines Raumes werden gezielter angefahren, wiederholt überfahrene Flächen in der Mitte des Raumes weisen eher parallel verlaufende Fahrspuren auf.

Die Flächenabdeckung verschlechtert sich deutlich, wenn mehrere schmutzige Stellen im Raum gefunden werden: Auf einer erkannten Verschmutzung dreht der iRobot Roomba 580 um die besonders verschmutze Stelle erneut zu überfahren und ändert dabei willkürlich die Fahrtrichtung. Erst als die kleine Testfläche bereits komplett von grobem Schmutz befreit war, fand der Roomba 580 zu seinen normalen Fahrstrategien zurück. In der Praxis wird ein Raum nicht ganzflächig derart stark verschmutzt sein.

Da der Roomba 580 die Fahrzeit für einen Raum anhand von gefahrenen Entfernungen selber bestimmt, kann es vorkommen, dass die Zeit zu kurz gewählt wird. Insbesondere, wenn der Roboter bei seiner täglichen Tour aus einer zugestellten Ecke heraus manövrieren muß, kann die Tour schnell vorbei sein. Durch geschickte Aufstellung der Ladestation kann dies vermieden werden.

Schlecht zugängliche Flächen und Ränder Wertung: 9 von 10 Punkten

Immer wieder wechselt der Roomba 580 in die Wandfahrt, fährt ein paar Meter an der Wand entlang und wechselt wieder zur Amöbenstrategie. Gerät der Saugroboter in ein Gebiet mit vielen Hindernissen, z.B. eine Tischgruppe, sucht er nach einer Durchfahrt. Ecken werden zuverlässig erkannt und sehr eng angefahren.

Die Entfernungssensoren ermöglichen dem Roomba 580 in einem gleichmäßigem Abstand schnurgerade an der Wand entlang zu fahren. Der Roomba 580 nutzt wo immer er kann nur diese Technik, was einen deutlichen Zeitvorteil mit sich bringt. Während andere Roboter in flachen Bögen die Wand rammen, zurücksetzen und ausweichen, fährt der Roomba wie mit dem Lineal geführt, an der Wand entlang.


iRobot Roomba 580: Verschiedene Situationen

Lediglich in Ecken und am Anfang der Wandverfolgung wird der Kollisionssensor (Bumper) noch eingesetzt. Sobald der Roboter-Staubsauger eine gerade Wand auf seiner rechten Seite entdeckt hat, fährt er ohne weitere Kollisionen eine exakte Fahrspur parallel zur Wand. Der Abstand ist so gewählt, dass die Seitenbürste die Wand gerade erreicht. Ist der Weg frei, beschleunigt der Roomba 580 auch in der Wandverfolgung sein Arbeitstempo, die Konkurrenz rempelt da noch gemütlich am Schrank entlang. Nur wenn die Entfernungsmesser ausnahmsweise kein Signal erfassen können, z.B. weil das Hindernis nur am oberen Rand des Rammschilds anstößt, fährt der Roomba 580 in flachen Bögen an der Wand entlang, rammt die Wand und dreht kurz von der Wand weg. Die Technik nutzt er auch, wenn er ausnahmsweise eine Wand an seiner linken Seite verfolgt.

Tisch und Stuhlbeine werden umfahren, enge Durchfahrten zuverlässig erkannt und sicher im ersten Anlauf durchfahren. Die Durchfahrt muß mindestens 35cm breit sein, damit der selber knapp 34cm breite Roomba 580 die Einfahrt erkennt und hindurchfahren kann. Unter einem Tisch mit Stühlen wird der Boden gereinigt, der Roomba verläßt das Gewirr aus Stuhl- und Tischbeinen anschließend ohne Probleme.

Hier kommen dem iRobot Roomba 580 die Entfernungssensoren im Rammschild zugute: Der Roboter tastet nicht blind nach den Rändern der Fahrstrecke sondern erkennt bereits durch die Entfernungsmessung die Hindernisse. Andere Roboter tasten sich allein mit Bumpern aus den Engstellen heraus, der Roomba 580 erkennt hier die Ausfahrten auch mit der Entfernungsmessung. Der Roomba 580 tastet sich mit dem Rammschild um ein Hindernis wenn der Gegenstand für die Entfernungsmessung nicht erkennbar ist.

Insgesamt eignet sich das Verhalten des Roomba 580 um die Möbel zu schonen und die Reinigung von Rändern und schlecht zugänglichen Flächen zu verbessern. Es bleiben fast keine Kritikpunkte.

Fahrt zur Ladestation Wertung: 10 von 10 Punkten

Die eigentliche Fahrt zur Ladestation (auf den letzten Metern) ist eine der leichteren Übungen für den iRobot Roomba 580. Die Station sendet ein Infrarot-Signal aus, das der Roomba 580 mit seinem 360 Grad-Sensor auffängt. Die Station wird bis zu einem Abstand von etwa 1,5 Metern erkannt.

Bei der Suche seiner Ladestation fährt der Roomba 580 weiter sein normales Programm, einen Suchmodus mit abgeschalteten Bürsten und abgeschaltetem Staubsauger gibt es nicht. Die Suche wird lediglich durch eine blinkende LED unter der Bedientaste für die Stationssuche angezeigt.


iRobot Roomba 580: Ladestation

Beim Anfahren zur erkannten Station fährt der Roomba 580 zunächst gerade auf die Station zu und versucht sich dabei genau auf die Fahrtrichtung zur Einfahrt in die Station auszurichten. Im Bereich vor der Station sollte sich deshalb eine freie Fläche ohne Hindernisse befinden.

Der Saugroboter kriecht die letzten 30cm Zentimeter um Zentimeter zur Station. Beim Einfahren in die Station wird das drehbare Rädchen im vorderen Teil des Roboters in einer flachen Wanne geparkt, was den Roomba 580 über den Ladekontakten ausrichtet.

Erkennt der Roboter die Station nicht eindeutig oder wird der Infrarot-Leitstrahl gestört bzw. reflektiert, bricht der Roomba 580 die Anfahrt ab. Der Saugroboter fährt zurück zur freien Fläche vor der Station, wendet dort in einer weiten Schleife und versucht einen weiteren Anlauf. Steht die Station frei zugänglich an einer Wand, erreicht der Roomba 580 nach jedem Reinigungslauf seine Station. Ist der Roboter dort nicht zu finden, dann ist beim Reinigen ein Fehler aufgetreten der den Roboter gestoppt hat.

Als Besonderheit beim Roomba 580 muß der Roboter seine Station über mehrere Räume finden, wenn er mit den Leuchttürmen („Virtual Wall Lighthouses“) in eine Kette von Räumen gesandt wird. Hierzu steuert er die Leuchttürme in den Verbindungstüren zwischen den Zimmern an und sucht erst im letzten Zimmer nach der Station. Diese besondere Aufgabe geht hier nicht in die Wertung ein.

Wertung

KriteriumPunkteBemerkung
Flächenabdeckung 8
Schlecht zugängliche Flächen und Ränder 9
Fahrt zur Ladestation 10
Summe Bewegung 27 (maximal 30 Punkte)

Weiter mit der Reinigungsleistung des Roomba 580 ..


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