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iRobot Roomba 564 PET im Test - Reinigung

Teppichboden Wertung: 8 von 10 Punkten

Die Hauptarbeit bei der Reinigung von Teppichböden leistet die Bürsteneinheit. Zum Einsatz kommt eine Kombination aus einer Bürste und einer zweiten Walze mit Gummilippen.

Die langen Borsten der Walzenbürste sind in einer zentralen Drahtachse befestigt, unter Belastung biegen sie sich zurück bis sie von einem Rahmen aufgehalten werden und durch den Boden gezogen werden. Der Rahmen der Bürste sorgt dafür, das sich Haare nicht auf den Kern der Bürste aufwickeln können. Die meisten Haare werden vom Kamm der Auffangboxen wieder abgezogen.

Der Roomba 564 PET wird mit zwei Auffangboxen ausgeliefert: Neben der normalen Box mit Staubsauger, gibt es eine weitere offene Box mit wesentlich größerem Auffangvolumen. Die PET-Auffangbox verfügt im Roomba 564 ebenfalls über einen Staubsauger, der jedoch keinen getrennten Ansaugschlitz mehr hat. Der offene Luftfilter zieht die Luft jetzt direkt aus dem offenen Staubfach.

Der Staubsauger der Standard-Auffangbox nimmt vor allem die feinen Stäube aus dem Boden auf, die von den Bürsten zwar aufgewirbelt werden, aber normalerweise nicht in der Box festgehalten werden. Der Staubsauger arbeitet, wie auch von den anderen Roomba-Modellen gewohnt, mit einer schmalen Einsaugöffnung, die direkt über den Boden gezogen wird. Die Konzentration der Saugkraft auf die Oberfläche ermöglicht es dem Staubsauger einiges an feinem Staub aus den Fasern eines Teppichbodens zu ziehen.

Mit der offenen PET-Box fehlt diese gezielte Saugwirkung, der Roomba arbeitet nur mit den Bürsten und der Staubsauger hält aufgewirbelten Staub in der Box fest. Diese Option ist eher für die Tage gedacht, an denen Ihre haarigen Hausgenossen mal wieder das Fell wechseln. Die größere Auffangbox nimmt wesentlich mehr Haare und Flusen auf als es die Box mit dem getrennten Staubsauger könnte, die Reinigung bleibt dafür etwas oberflächlicher, der feine Staub bleibt im Boden.

Auf der Testfläche ist nur wenig Unterschied zwischen dem Einsatz der Auffangbox mit Staubsauger und dem Einsatz ohne Staubsauger sichtbar, da die im Test verwendeten Partikel groß genug für die Bürsten sind.

Hartböden Wertung: 8 von 10 Punkten

Auf Hartböden leisten die gegenläufigen Walzen nahezu die komplette Reinigungsarbeit. Partikel werden aus dem Weg der Bürsten aufgenommen und sicher in den offenen Teil der jeweiligen Auffangbox geworfen.

Die Hauptbürste reicht auch in flache Fugen, Krümel werden auch hier aufgenommen. Glatte, glänzende Böden werden von der Bürste gut erfasst und hinterlassen einen sauberen Eindruck, auch wenn der Glanz einer Reinigung mit Mop- oder Staubtuch nicht ganz erreicht wird.

Die neue AeroVac-Box verbessert die Reinigung gegenüber der alten PET-Auffangbox deutlich: Staub der von den Bürsten aufgewirbelt wird, wird jetzt durch den Lüfter in die Box gezogen und am Filter festgehalten. Der Roomba 564 staubt sich selbst nicht mehr so stark ein.

Allerdings kann der Staubsauger in der PET-Box den Staub nicht vom Boden aufnehmen, wie dies bei der Standard-Auffangbox der Fall ist. Dort zieht der getrennte Staubsauger den Staub durch die Gummilippen direkt vom Boden.

Letztlich läuft es zwischen den beiden Auffangboxen auf ein Unentschieden hinaus, Schmutz wird von den Bürsten zuverlässig transportiert und aufgenommen. Die PET-Box bietet ein größeres Auffangvolumen, was bei Kleintierhaltung und Birkenfeigen (Ficus Benjamin) im Winter eindeutige Vorteile bringt.

Die Seitenbürste streicht den Schmutz in Richtung der Hauptbürsten und verbreitert damit die gereinigte Fläche auf der rechten Seite des Saugroboters. Die rotierende Seitenbürste mit den drei Pinseln arbeitet schnell genug um den Schmutz zwischendurch auch mal quer durch den Raum zu schießen, ein Problem das sich nahezu alle Saugroboter auf glatten Böden teilen. Spätestens bei der nächsten Überfahrt werden auch diese Krümel eingesammelt.

Insgesamt ist das Reinigungs-Ergebnis mit beiden Auffangboxen gleichermaßen gut.

Ränder und Ecken Wertung: 6 von 10 Punkten

Beim Reinigen der Zimmerecken steht ein runder Roboter immer im Verdacht den Schmutz in der Ecke liegen zu lassen. Das dem nicht so ist, kann man am Roomba 564 PET sehr gut nachvollziehen.

Der Roboter fährt dicht an der Wand entlang und erreicht mit der Seitenbürste den Winkel zwischen Wand und Fußboden. Die rotierende Bürste kehrt den aufliegenden Schmutz in den Weg der Hauptbürsten, die seitlich einen Streifen von knapp 10cm nicht erfassen kann.

iRobot Roomba 564 Pet beim reinigen einer Ecke

Auf Hartböden ist der Rand sauber, bei Teppich kann die Seitenbürste allerdings nicht die gleiche intensive Wirkung wie die Hauptbürsten entfalten. Insbesondere auf Filzteppich oder Schlaufenware reicht die Kraft der Seitenbürste nicht aus um festgehakte Krümel in den Weg der Hauptbürsten zu bewegen.

In einer Ecke fährt der Roomba 564 Pet bis zur Kollision mit der zweiten Wand, dreht auf der Stelle und fährt nahe an der neuen Wand entlang aus der Ecke heraus. Die Seitenbürste steht weit genug heraus um fast bis in die Spitze der Ecke zu reichen. Ein Winkel von 3 bis 4 cm Seitenlänge wird dabei nicht oder nicht wirksam erfasst. Hier bleiben zwar Krümel liegen, aber der Roboter schiebt keine zusätzlichen Krümel dazu. Haare und größerer Schmutz, wie z.B. Kleintierstreu, kann sich nicht so weit in den Ecken verstecken und wird daher komplett erfasst.

Vergleichen Sie dies mit Ihrer eigenen Kehrtechnik (mit Besen und Kehrschaufel) oder den Möglichkeiten Ihrer Staubsaugerbodendüse, sieht so eine kleine Ecke gar nicht so schlecht aus. Im Vergleich mit der Roboterkonkurrenz ist das Ergebnis des Roomba 564 PET in Ordnung.

Wertung

KriteriumPunkteBemerkung
Teppichboden 8
Hartboden 8
Ränder 6
Summe Reinigung 22 (maximal 30 Punkte)

Weiter mit Akku und Wartung des iRobot Roomba 564 PET ...


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