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iRobot Roomba 564 PET im Test: Bewegung

iRobot verfügt über sehr effiziente Fahrstrategien, die über Jahre weiter entwickelt wurden. Die Ergebnisse in der Flächenabdeckung und die Lösungsstrategien für Engstellen sprechen für sich.

Flächenabdeckung Wertung: 9 von 10 Punkten

Der Roomba PET 564 nutzt für die Flächenabdeckung eine Mischung aus Zufallsfahrt und Amöbenstrategie: Einmal in einer Richtung unterwegs wechselt er erst bei einem Hindernis die Fahrtrichtung und die Fahrstrategie.

Die Flächenabdeckung nimmt mit der Laufzeit kontinuierlich zu, Flächen in der Mitte des Raumes werden dabei mehrfach überfahren. Auslassungen können bei der Amöbenstrategie lediglich bei zu kurzer Fahrzeit in der Nähe der Ränder auftreten. Auch wenn diese Fahrweise wenig intelligent und zufällig aussieht, sie ist eine der effektivsten Methoden zur Reinigung von Flächen.

iRobot Roombs Pet 564 auf Fliesen

Der Roomba 564 PET bestimmt seine Fahrzeit selber, bei größeren Räumen wird die Fahrzeit automatisch verlängert. Im Extremfall sind bis zu 120 Minuten Fahrzeit möglich, damit lassen sich auch sehr große Räume reinigen.

Auf meiner Testfläche spielt die Schmutzerkennung der Berechnung der Fahrzeit allerdings einen Streich. Die kleine Fläche ist eigentlich in kurzer Zeit komplett erfassbar, da der Roomba aufgrund der reichlich verteilten Schmutzpartikel jedoch die erste Zeit nur Schleifen fährt, reicht die selbst bestimmte Fahrzeit nicht aus. Da derartig verschmutzte Flächen im echten Leben nicht auftreten, fahren die Roombas für die hier gezeigten Videos einen zweiten Durchgang.

Aus den Anfangstagen der Roombas stammt eine weitere Fahrstrategie für Flächen, die Spiralfahrt. Wird der Roomba 564 mitten in einem Raum ausgesetzt und gestartet, dann fährt er zunächst eine immer weiter werdende Spirale von seinem Startpunkt aus nach außen. Beim ersten Hindernis endet die Spiralfahrt und der Roomba 564PET wechselt in die Wandverfolgung, die Spiralfahrt wird nur ein einziges Mal beim Programmstart genutzt.

Mit der Spiralfahrt verkürzt der Roomba die Reinigungszeit bei einem manuellen Start, direkt am Anfang wird eine große Fläche lückenlos gereinigt. Legtman weniger Wert auf die Auslassungen an den Rändern, kann man die Reinigung bereits nach wenigen Minuten abbrechen. Wird er über den Timer aus der Station gestartet, nutzt der Saugroboter nur die Zufallsfahrt oder Amöbenstrategie.

Schlecht zugängliche Flächen und Ränder Wertung: 9 von 10 Punkten

Der Roomba 564 PET verfügt über eine sehr ausgereifte Strategie zur Wandverfolgung. Mit den Abstandssensoren erkennt er den genauen Abstand und fährt mit hoher Geschwindigkeit exakt parallel zur Wand. Erkennt er hervorstehende Ecken oder einen ungleichmäßigen Wandverlauf, dann fährt er langsamer und nimmt den Kollisionssensor (Rammschild) zur Hilfe.

iRobot Roomba 564 unter einem Heizkšrper

Der Roomba 564 bleibt während der Wandverfolgung immer eng an der Wand. Er weicht bei Hindernissen nur in kleinen Bögen aus und versucht sofort wieder zur Wand zurückzukommen. Dabei fährt er auch durch kleinere Lücken, Hauptsache der er passt durch die Lücke ohne anzuecken.

Tischgruppen, Sessel oder Stühle sind dabei kein Problem: Gelangt der Roomba unter einen Stuhl, erkennt er die umgebenden Stuhlbeine als Hindernisse und beginnt sofort seine Fahrstrategie zu ändern. Nach wenigen Versuchen ist er bereits wieder unter dem Stuhl hervorgekommen.

Der Roomba 564 PET verirrt sich selten in einen Hummerkorb: Bei Engstellen und abgetrennten Flächen kann er mittels Wandverfolgung auch eine enge Einfahrt wiederfinden. Man merkt den Roombas den teilweise militärischen Hintergrund des Herstellers an, die Erkennung einer Situation und die darauf folgende Anpassung der Fahrstrategie macht so schnell kein anderer Hersteller nach.

Fahrt zur Ladestation Wertung: 9 von 10 Punkten

Die Fahrt zur Ladestation ist eine der leichteren Übungen für den iRobot Roomba 564 PET: Bei der Stationssuche bewegt sich der Roomba im normalen Programm weiter, die Bürsten sind weiter in Betrieb und die Fahrstrategie ändert sich erst einmal nicht. Erst wenn die Station in Sicht kommt, beginnt ein Fahrprogramm für die Einfahrt in die Station.

iRobot Roomba 564 Pet bei Anfahrt in die Ladestation

Die Station wird durch Infrarotsensoren auf eine Entfernung bis etwa 2 Meter erkannt. Der Roomba versucht dann in etwa einem Meter Abstand frontal vor die Station zu fahren und dreht dann in Richtung der Station. Die Station wird danach in gerader Linie angefahren, das letzte Stück der Strecke kriecht der Saugroboter in die Station.

Um die Station sicher zu erreichen benötigt der Roomba 564 einen Streifen von etwa einem Meter Länge und einer Breite von ca. 60cm frontal vor der Station. Wird der Roomba auf dem letzten Meter gestört oder durch ein Hindernis vom Weg abgebracht, bricht er ab und wiederholt die Anfahrt.

Im Bereich direkt um die Station wird der Boden nicht gereinigt: Ein Infrarot-Sender auf der Oberseite sperrt den Bereich unmittelbar um die Ladestation, damit der Roomba 564 sie nicht versehentlich verschieben oder umstoßen kann.

Wertung

KriteriumPunkteBemerkung
Flächenabdeckung 9
Schlecht zugängliche Flächen und Ränder 9
Fahrt zur Ladestation 9
Summe Bewegung 27 (maximal 30 Punkte)

Weiter mit der Reinigungsleistung des iRobot Roomba 564 PET ..


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