Skip to: site menu | section menu | main content

Saugrobot.de

Nie mehr selber Saugen ...

iRobot Roomba 560 im Test:
Akku und Wartung

Lange Laufzeiten und angemessene Ladezeiten zeichnen den Roomba 560 aus. Die Handhabung der Filterbox ist nochmal einfacher als beim Vorgänger. Doch nicht jede Änderung verbessert das Handling: Die Reinigung der Bürsten gestaltet sich teilweise schwierig.

Akkuleistung Wertung: 8 von 10 Punkten

irobot Roomba 560 Akku

Der Akku des Roomba 560 ist unter der Bodenschale montiert. Nach dem Demontieren der Seitenbürste und dem Lösen von 4 Schrauben kann die Bodenschale abgenommen werden. Das Akkupack verfügt nicht mehr über die feste Schale der älteren Roomba Modelle. 12 NiMH-Zellen sind in einer Folie zu einem Akkupack von 14,4Volt zusammengeschweißt. Auf der Unterseite des Akkus befinden sich 4 Kontaktflächen, die auf gefederte Kontakten im Akkuschacht passen. Da der Austausch des Akkus im Vergleich zum Vorgänger etwas umständlich ist, macht es keinen Sinn mehr einen zweiten Akku zur Laufzeitverlängerung vorzuhalten. Bei der Entnahme des Akkus wird das Wochenprogramm und die Uhrzeit gelöscht.

Die neue Verpackung der Zellen und der abgedeckte Akkuschacht ermöglichen einen größeren Akku. Weder im Handbuch noch auf dem Akku genauen Angaben zur Akkukapazität zu finden. Die Leistung eines eingefahrenen Akkus reicht aus um den Roomba 560 über 110 Minuten zu betreiben. Im längsten Programmablauf (Cleanprogramm von 3 Räumen mit "Virtual Wall Lighthouse") reinigt der Roomba 560 etwa 105 Minuten und hat noch genug Reserven für die Fahrt zum Ladegerät.

Die große Akkukapazität benötigt der Roomba 560, da er während der Reinigung den Akku nicht nachladen kann. Im Vergleich mit den anderen getesteten Modellen im Test erreicht der Roomba 560 bislang die längste Laufzeit mit einer Akkuladung.

Ladezeiten Wertung: 6 von 10 Punkten

iRobot Roomba 560, Ladeschale und Netzteil

Mit dem iRobot Roomba Schnelladegerät liegen die Ladezeiten nach einer Reinigung bei 2 bis 3 Stunden. Nur wenn der Akku völlig entleert wurde und der Roboter eine Refresh-Ladung auslöst um den Akku zu regenerieren steigt die Ladezeit auf bis zu 16 Stunden.

Der Roomba 560 ist nicht in der Lage seine Arbeit für eine Zwischenladung zu unterbrechen. Das Programm wird mit einer Akkuladung bis zum Ende des Programms gefahren, erst dann wird der Akku vollständig aufgeladen. Die langen Ladezeiten bei vergleichsweise niedrigem Ladestrom schonen den Akku und sorgen für eine längere Lebensdauer des Akkupacks.

Wird der Roomba über das Wochenprogramm einmal am Tag gestartet, reicht die Ladezeit völlig aus. Für das Wochenprogramm bleibt Saugroboter in der Station und die Ladestation ist ständig am Strom angeschlossen. Der Akku wird dabei je nach Bedarf geladen und erreicht laut Hersteller seine größte Lebensdauer und Leistung. Es ist nicht vorgesehen die Ladestation des Roomba 560 beim regelmäßigen Betrieb vom Strom zu trennen.

Ist der Roomba 560 in der angeschlossenen Ladestation, geht der Saugroboter in den Standby-Modus und verbraucht dabei weiter Strom. Das Netzteil zieht dabei ständig zwischen 4,0 und 4,4 Watt Leistung aus der Steckdose. Die Leerlaufleistung der Ladestation ohne Roboter beträgt etwa 1,7 Watt. Im Laufe eines Jahres addieren sich die reinen Standby-Verbräuche des Roomba 560 auf immerhin 29,2 kWh (20h Standby täglich bei 4 Watt). Kein wirklich hoher Verbrauch, aber angesichts aktueller CO2-Diskussionen verbesserungswürdig.

Das Schaltnetzteil der Ladestation wird unter Last warm. Das Netzteil sollte offen liegen und nicht abgedeckt werden. Leider ist das Anschlußkabel des Netzteils für deutsche Verhältnisse etwas zu kurz: Eine Steckdose am Lichtschalter befindet sich auf etwa 105cm Höhe. Wird das Netzteil dort angeschlossen, baumelt das Netzteil knapp über dem Boden.

Filter Wertung: 6 von 10 Punkten

iRobot Roomba 560, Filterbox

Mit einem Tastendruck kann die Filterbox aus der Rückseite des Saugroboters entnommen werden. Die Filterbox baut bei gleichem Volumen des Partikelbehälters etwas kompakter als beim Vorgänger, da sie im Roomba 560 in die Karosserie eingeschoben wird.

Die elektrischen Kontakte liegen jetzt mittig in der Nähe der Raste, die Feinstaubbox ist etwas größer geworden und ein durchsichtiger Boden ermöglicht die Kontrolle.

Nach dem Entnehmen aus dem Roboter kann die offene Partikelbox einfach im Mülleimer ausgeschüttet werden. Auf dem Weg zum Mülleimer können lose Flocken aus der offenen Partikelbox verloren gehen.

Solange nichts klebriges in der Box war, haftet der Staub kaum an den Seitenwänden und wird mit den Partikeln ausgekippt. Die Filterbox darf keinesfalls zum Auswaschen in Wasser getaucht werden, da sich der elektrische Lüfter des Staubsaugers in der Box befindet. Zum Auswischen hartnäckiger Verschmutzungen kann ein leicht angefeuchtetes Tuch verwendet werden.

iRobot Roomba 560, Filterbox geöffnet

Zum Leeren des Feinstaubfilters wird der Filterrahmen seitlich aus der Feinstaub-Box geklappt. Dabei werden alle Staubflocken mit dem Rahmen aus der Filterbox gezogen, in der Filterbox bleibt normalerweise kein Staub zurück. Der mit einem Scharnier befestigte Rahmen ermöglicht ein einfacheres Handling der Filterbox, man hat nur ein Teil in der Hand und muß für die Reinigung keine Teile ablegen. An der herausgezogenen Filterfläche haftet oft eine dünne Schicht Staub, die mit einem Pinsel oder durch ausklopfen einfach entfernt werden kann.

Für Hausstaub-Allergiker ist das Leeren der offenen Filterbox immer noch keine Ideale Lösung. Immer dann wenn haftender Staub abgepinselt oder ausgeklopft werden muß, kommt der Benutzer mit dem Staub in Berührung.

Bürstenpflege Wertung: 6 von 10 Punkten

Der Bürstenkäfig des iRobot Roomba 560 wird über zwei Rasten entriegelt und kann dann einfach aufgeklappt werden. Die beiden Walzen werden an der einen Seite aus dem Lager gehoben und können dann auf der anderen Seite aus dem Antrieb gezogen werden. Der Einbau und Ausbau der Walzen ist sehr einfach, schnell und ohne Werkzeug möglich.

iRobot liefert mit dem Roomba 560 eine Hülse mit der aufgewickelte Haare von der Bürste abgezogen werden können. Im Bereich der Bürste können sich lange Haare nicht eng auf die Achse wickeln, da die zwischen den Bürsten lliegenden Gummikanten die Haare das Aufwickeln begrenzen. Die Reinigungshilfe funktioniert für die Haare auf der Bürste recht gut. Im Bereich der Gummikanten der Gummiwalze wickeln sich keine Haare auf, hier kann man lediglich den haftenden Staub entfernen.

iRobot Roomba 560, aufgewickelte Haare und Fusseln

Eine Änderung im Bereich der Walzenlager führt leider beim Roomba 560 dazu, daß sich Haare und Fusseln in der Nähe der Walzenlager sammeln. Die Walzen bestehen aus einer Metallachse mit vergossenen Gummilippen die den mittleren Teil der Bürste abdecken. Auf die Enden der Achse sind Kunststoffteile aufgesteckt, die als Lager für den Bürstenkäfig dienen.

Zwischen dem Gummi und dem Kunststofflager ist eine Lücke in die während des Reinigungsbetriebes Haare und Fusseln getragen werden. Im Bereich der freiliegenden Achse und im Bereich des Kunststoff-Lagers wickeln sich die Haare eng und stramm an die Achse. Lange Haare werden fest aufgewickelt.

Bislang hat der Roomba 560 noch keine Beeinträchtigung der Walzen durch die aufgewickelten Haare gezeigt. Nach wenigen Tagen sind die Zwischenräume komplett gefüllt, die Bürstenmechanik läuft aber ohne Behinderung weiter.

Aufgewickelte Haare sind hier nur schwer zu entfernen: Der Zwischenraum ist schmal und erst mit einer spitzen Schere lassen sich alle Haare und Fusseln restlos beseitigen. Haare und auch Fusseln sammeln sich bereits nach kurzer Betriebsdauer im Lager, betroffen sind besonders Menschen mit langhaarigen Mitbewohnern. Das Vorläufermodell wickelte an dieser Stelle keine Fäden und Haare auf.

Wertung

KriteriumPunkteBemerkung
Akkuleistung8
Ladezeiten6
Filter6
Bürstenpflege6(Haaraufwicklung im Walzenlager)
Summe Akku und Wartung26(maximal 40 Punkte)

Weiter mit Bedienung und Kosten des Roomba 560 ...
Werbung:

Back to top