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Nie mehr selber Saugen ...

iRobot Roomba 560 im Test:
Fahrwerk und Sensoren

Mit der dritten Roomba-Generation wurde das komplette Chassis und Fahrwerk überarbeitet. Hinzu kam eine Reihe neuer Sensoren die dem Roboter eine Abstandsmessung zum Hindernis ermöglichen.

Fahrwerk Wertung: 10 von 10 Punkten

Der Roomba 560 bewegt sich auf zwei außen liegenden Antriebsrädern und stützt sich vorne auf eine versenkt liegenden Rolle hinter dem Rammschild des Roboters. Die Antriebsräder heben sich bis zu 3,6cm aus dem Gehäuse und bieten so genug Bodenfreiheit um Teppichkanten oder Schwellen zu überwinden. Die Stützrolle ist in alle Richtungen drehbar gelagert wie die Rollen bei einem Einkaufswagen, federt aber nicht aus dem Gehäuse aus. Nur die eigentliche Rolle schaut einige Millimeter aus dem Unterboden.

iRobot Roomba 560, Unterseite und Fahrwerk

Der Unterboden des Roboters ist glatt und nahezu geschlossen. Grobe Rillen oder Erhöhungen im Unterboden fehlen und ermöglichen es dem Roboter über Kanten oder Gegenstände zu rutschen ohne festzuhaken. Lediglich die Seitenbürste hakt noch an Teppichkanten fest. Hier erkennt der Roomba 560 jedoch die Störung, hält die Seitenbürste an und befreit sich durch langsames gegenläufiges Drehen vom Hindernis.

Glatter Unterboden und intelligentes Verhalten beim Festhaken machen den Roomba 560 extrem Geländegängig. Allerdings auch manchmal etwas zu mutig.

Der Roomba 560 erkennt eine Auffahr-Situation mit den Höhensensoren und begibt sich in den Rückwärtsgang. Kommt er nicht frei, werden die Antriebsräder wechselweise eingesetzt. Der Roomba versucht sich dann auf dem Hindernis zu drehen und so freizukommen.

Der Roomba 560 ist schneller geworden und paßt seine Geschwindigkeit den Verhältnissen seiner Umgebung an: Ist der Weg frei, gibt er richtig Gas. Befinden sich Gegenstände im Erfassungsbereich der Entfernungs-Sensoren, bremst der Roomba 560 auf etwa halbe Geschwindigkeit. Nähert er sich einem Hindernis bis zur Kollision, dann bremst der Saugroboter auf den letzten Zentimetern bis fast zum Stillstand ab und berührt den Gegenstand ganz sanft. Beim Einfahren in die Station werden die letzten Zentimeter im Schneckentempo zurückgelegt.

Sensoren Wertung: 9 von 10 Punkten

iRobot Roomba 560: Frontansicht mit Schildsensoren

Mit der dritten Generation Roomba Saugroboter führt iRobot eine Kombination aus Infrarot-Entfernungsmessung und Kollisionssensoren ein. Der Roomba 560 erkennt über die Infrarot-Sensoren eine Annäherung an ein Hindernis und bremst bereits etwa 15 bis 20cm vor dem Hindernis ab. Die Kollision mit dem Hindernis fällt damit deutlich sanfter aus als beim Vorgänger.

Mehrere Infrarotsensoren sind gleichmäßig im Frontschild verteilt. Daraus ergeben sich mehrere Meßpunkte mit denen der Roomba 560 einen Annäherung erkennen kann. Die Meßpunkte erfassen alle breiteren Hindernisse, schmale Gegenstände zwischen diesen Meßpunkten werden gelegentlich nicht erfaßt. Dann rumpelt der Roboter mit voller Geschwindigkeit gegen ein Hindernis.

Der Kollisionssensor deckt als Schild 180 Grad an der Front des Roboters ab und hat eine glatte, harte Oberfläche. Dem Roomba 560 liegt eine weiche Gummileiste bei , die am unteren Rand des Rammschilds angeklebt. Der Gummi verbessert das Auslöseverhalten beim Auffahren auf Schrägen und schont weiche Holzmöbel. Scharfe Möbel-Ecken können Kratzer auf dem Stoßfänger des Roomba 560 hinterlassen oder dessen Gummileiste beschädigen.

Der Infrarotempfänger sitzt auf dem Schild und wird von einer harten Kunststoffscheibe vor Stößen geschützt. Beim Unterfahren von Gegenständen ist der Empfänger die höchste Erhebung auf dem Roboter, so daß der Roboter gelegentlich nur am Infrarotempfänger hängen bleibt. Da der Roomba 560 bei der Annäherung von Hindernissen die Geschwindigkeit verringert, fallen die Stöße mit dem Infrarot-Empfänger allerdings eher sanft aus. Nur selten rammt der Roboter mit voller Geschwindigkeit gegen den Sensor.

4 Höhensensoren im Frontschild ermöglichen dem Roboter die Erkennung von Abgründen. Die Sensoren decken 180 Grad in Fahrtrichtung ab und reichen völlig aus um den Roomba 560 sicher auf jeder Plattform zu halten.

Der "Tabledance" des Roomba 560 ist problemlos und unspektakulär: Der Saugroboter bremst sanft ab, setzt kurz zurück und dreht routiniert vom Abgrund weg. Es besteht nicht einmal der Ansatz einer Chance daß der Roomba 560 vom Tisch fallen könnte.

Der schnell ansprechende Schmutzsensor im Roomba 560 sorgt für eine intensivere Reinigung von stärker verschmutzten Flächen. Ausgelöst wird der Sensor durch eine Sensorfläche im Auswurfbereich der Walzenbürsten. Der Roboter fährt eine Acht über der erkannten Verschmutzung und ändert dabei auch die ursprüngliche Fahrtrichtung.

Ist ein Raum gleichmäßig stark verschmutzt (wie im Laboraufbau), führt die intensive Reinigung größerer stark verschmutzter Flächen zu Verzögerungen. Manchmal reicht die Zeit dann nicht aus um den kompletten Raum zu erfassen. Der Roboter sollte dann für einen zweiten Durchlauf gestartet werden.

Fehler bei der Erkennung von Hindernissen Wertung: 8 von 10 Punkten

Wird der Roomba 560 ohne aufgeklebte Gummileiste betrieben, fehlt dem Rammschild ein manchmal entscheidender Millimeter am unteren Rand. Der Roomba versucht dann flache Gegenstände zu überfahren. Im Test wurde des öfteren der Fuß-Rahmen eines IKEA-Schwingsessels (Poäng) erklommen. Über die Höhensensoren erkennt der Roomba 560 seine fatale Lage bevor er sich festgefahren hat und klettert oft auch wieder vom Gestell herunter. In der Praxis fehlen dem Rammschild seitlich ein bis zwei Millimeter an der Unterkante, mehr wäre nicht notwendig um den Rahmen zu erkennen.

Im Falle eines Festfahrens reagiert der Roomba prompt: Nach wenigen Sekunden werden Bürsten und Antrieb abgeschaltet und der Roomba 560 meldet mit einem Piepen die Störung. Wird in unverändertem Zustand die Clean-Taste gedrückt um den Roomba zu starten, meldet eine Frauenstimme in drei Sprachen daß man doch bitte eine bestimmte Stelle am Roboter kontrollieren sollte. Der Roomba läßt sich erst dann starten, wenn die Störung beseitigt ist.

Kabel werden vom Roomba immer noch überfahren. Wenn die Kabel sich an der Seitenbürste festhaken erkennt der Roomba 560 allerdings die Störung der Seitenbürste. Die Seitenbürste wird gestoppt und langsam in Gegenrichtung gedreht um das Kabel wieder loszuwerden. Der Saugroboter kann sich so aus der Situation befreien ohne großen Schaden anzurichten.

Lose Kabel sollten trotz dieses vorbildlichen Verhaltens des Roomba 560 vor dem Einsatz eines jeden Saugroboters verstaut werden. Manchmal hängt an losen Kabel eben auch ein empfindlicher leichter Gegenstand, den bereits das erste Rucken am Kabel herunter ziehen kann.

Außer diesen beiden kleinen Schwächen, erlaubt sich der Roomba 560 keine Fehler. Im Gegenteil: Die meisten Räume brauchten im Test nicht für den Einsatz des Roomba 560 vorbereitet werden, der Roomba fand sich sofort zurecht und erkannte alle Hindernisse. Zudem erkennt der Roomba 560 beide Fehlersituationen und reagiert bevor größere Schäden entstehen.

Wertung

KriteriumPunkteBemerkung
Fahrwerk10
Sensoren9
Fehler bei der Erkennung von Hindernissen8Auffahren auf flache Möbelrahmen
Summe Fahrwerk und Sensoren27(maximal 30 Punkte)

Weiter mit der Bewegung des Roomba 560 ...


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