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Nie mehr selber Saugen ...

iRobot Roomba 560 im Test:
Bedienung und Preis

Die Bedienung des Roomba 560 wurde gegenüber seinen Vorgängern nochmals vereinfacht. Die Grundfunktionen sind über die zentralen drei Schaltflächen abrufbar, für eine einfache Reinigung reicht der Tastendruck auf die zentrale Taste.

Bedienerloser Betrieb Wertung: 10 von 10 Punkten

Der Roomba 560 verfügt über ein Wochenprogramm, mit dem der Saugroboter jeden Tag der Woche zu einer jeweils festgelegten Zeit die umgebenden Räume reinigen kann. Die Programmierung erfolgt die direkt am Roboter, eine Fernbedienung ist nicht erforderlich.

Um das Wochenprogramm einzurichten wird einmalig am Roomba 560 die Zeit und der Wochentag eingestellt. Danach wird für jeden Tag eine Startzeit eingestellt, an Wochentagen ohne vorgegebene Startzeit pausiert der Roomba.

iRobot Roomba 560: Bedienpanel

Pünktlich zur eingestellten Uhrzeit verläßt der Saugroboter die Station und beginnt mit der Reinigung. Der Raum sollte hierfür vorbereitet werden. Herumliegenden Kleinteile (Spielzeug) werden vom Roomba 560 eingesaugt, offene Türen müssen über eine virtuelle Wand abgesperrt werden. Die virtuellen Wände werden vom Roomba 560 per Funk eingeschaltet.

Der Roomba 560 fährt mindestens 35 Minuten. Der Raum wird beim ersten Durchfahren vermessen und die Laufzeit bei Bedarf erhöht. In größeren Räumen ab etwa 40 qm ist die Zeit knapp bemessen, der Roboter braucht hier zwei bis drei Tage um den Raum "in den Griff" zu bekommen und die Auslassungen nach und nach zu erfassen. Insbesondere vom Roomba erkannte stärkere Verschmutzungen können bei den ersten Reinigungen viel Zeit in Anspruch nehmen und dafür sorgen, daß anfangs größere Flächen ausgelassen werden.

Die Reinigung wird im Test täglich wiederholt und nach ein paar Tagen zeigen sich Veränderungen: Der Roomba 560 fährt jetzt zwischen 35 und 50 Minuten im Raum und die tägliche Wiederholung läßt bald keine Auslassungen mehr erkennen. Anhand der Ladestation, die hier etwa auf der Hälfte der langen Außenwand steht, teilt sich der Roboter den Raum auf und reinigt erst eine Hälfte und dann die zweite Hälfte. Die Seite mit der begonnen wird wechselt (zufällig?) jeden Tag ab.

Durch regelmäßige Wiederholung erfaßt der Roomba nach und nach auch alle ausgelassenen Flächen. War die Filterbox die ersten Tage noch voll, läßt dies bereits nach wenigen Tagen nach. Die Box sollte spätestens alle 3 bis 4 Tage kontrolliert und geleert werden. Insgesamt macht der Teppich im Raum einen angenehm sauberen Eindruck, selbst ausgesprochen stark mit Straßenschuhen genutzte Laufflächen (Zugang zur Terasse, Laufweg Eßzimmer-Küche) erfordern keine zusätzliche Reinigung mit einem Handstaubsauger.

Der Roomba 560 arbeitet leiser als ein normaler Staubsauger, allerdings immer noch hörbar genug um störend zu wirken. Er ist bei geschlossener Tür im Nebenzimmer kaum zu hören und macht sich nur noch durch gelegentliche Poltergeräusche bei einer ungebremsten Kollision bemerkbar. Die Reinigungszeit sollte daher so gewählt werden, daß man sich nicht unbedingt selber im Raum aufhält und die Umgebung nicht gestört wird.

Im Test bei Saugrobot.de läuft der Roomba 560 meist gegen 6:00h morgens und ist so mit der Reinigung fertig wenn die ersten Familienmitglieder zum Frühstück erscheinen. Die optimale Zeit ist allerdings der Vormittag, wenn alle zur Arbeit oder Schule unterwegs sind. Da die Zeiten individuell für jeden Wochentag festgelegt werden, bieten sich hier alle Möglichkeiten.

Der Roomba 560 kann per Knopfdruck in oder außerhalb der Ladestation gestartet werden. Der Saugroboter fährt dann ein komplettes Programm und kehrt in die Station zurück.

Fernsteuerung, manuelle Eingriffe Wertung: 4 von 10 Punkten

Der Roomba 560 verfügt über keine Fernbedienung, sie wird eigentlich auch nicht benötigt. Eine passende Fernbedienung kann nachgerüstet werden.

Den Roomba 560 sollte man zunächst einmal sich selbst überlassen. Versuche diesen Saugroboter durch Anstubsen zu lenken, treffen auf einen sehr eigenwilligen Gegenspieler. Die Reaktionen des Roomba 560 sind nicht immer vorhersehbar, der Roboter legt jedesmal aus seinen eigenen Daten eine neue Richtung fest.

Über ein Spot-Programm von etwa einer Minute Laufzeit kann eine kleine verschmutzte Fläche intensiv gereinigt werden. Der Roomba 560 fährt eine Spirale nach außen, versetzt um etwa 20cm nach rechts und fährt anschließend wieder spiralförmig nach innen zurück. Gereinigt wird dabei ein Oval von etwa 95 x 75cm . Die Seitenbürste schleudert bei den eng gefahrenen Spiralen am Anfang des Programms größere Krümel nach außen, zu Teil auch bis außerhalb des Reinigungsbereiches. Die gereinigte Fläche ist etwas klein geraten und die ovale Form erfordert Mitdenken beim Aufstellen des Roboters. Die Konkurrenz (auch aus dem eigenen Haus) reinigt im Spot-Programm eine größere kreisrunde Fläche, was benutzerfreundlicher und effektiver ist.

Der Roomba 560 berechnet für jedes manuell ausgelöste Clean-Programm automatisch die Raumgröße und die Reinigungszeit, der Roomba 560 versucht anschließend immer seine Ladestation zu erreichen. Ein Max-Programm wie beim Roomba SE gibt es nicht mehr. Die Reinigungszeit von maximal etwa 60 Minuten in einem großen Raum reicht für eine Flächenabdeckung bis etwa 40qm, bei größeren Flächen häufen sich die ausgelassenen Flächen.

Weitere Optionen Wertung: 6 von 10 Punkten

iRobot Roomba 560: Virtual Wall Lighthouse (Virtuelle Wand)

Zum iRobot Roomba 560 gehören zwei "Virtual Wall Lighthouses". Die "Leuchttürme" haben neben der Funktion der virtuellen Wände beim iRobot Roomba 560 die Aufgabe Durchgänge zwischen zwei Räumen für den Roboter zu kennzeichnen.

Der Roboter bleibt die ersten 35 Minuten im ersten Raum, danach sucht er die vom Leuchtturm gekennzeichnete Durchfahrt auf und wechselt in den nächsten Raum. Für die nächsten 35 Minuten nimmt er den Leuchtturm wieder als Sperre wahr. Wird in dieser Zeit der zweite Leuchtturm erkannt, dann nimmt der Roomba Kurs nach 35 Minuten Kurs auf den dritten Raum. Am Ende der maximalen Laufzeit verfolgt der Roomba 560 über die beiden Leuchttürme den Weg zurück zur Ladestation.

Die maximale Laufzeit für diese Kombination beträgt 105 Minuten Reinigungszeit plus die Zeit für den Weg zurück zur Ladestation. Die Zeit liegt deutlich über der Herstellerangabe für die Kapazität des Akkus, für den letzte Raum bleibt meist nicht die volle Reinigungszeit.

Die Virtual Wall Lighthouses haben keinen Ein-/Aus-Schalter mehr, sie werden vom Roboter per Funk eingeschaltet und schalten sich nach der Reinigung automatisch ab. Sie werden mit 1,5 Volt Babyzellen (C-Zellen) betrieben, der Einsatz von gängigen NiMH-Akkus ist problemlos möglich.

Eine digitale Funk-Fernbedienung ist bei iRobot erhältlich. Mit der Fernbedienung werden alle Bedienelemente des Saugroboters in einem kleinen Puck abgebildet. Der nicht in Eurpa erhältliche iRobot Roomba 570 entspricht in der Ausstattung einem Roomba 560 mit Fernbedienung. Die Fernbedienung kann jeweils nur für den Roboter verwendet werden, mit dem Sie gekauft wurde oder für den sie nachträglich eingerichtet wurde.

Der Roomba 560 verfügt über gesprochene Fehlermeldungen. Ist ein Fehler aufgetreten, ein Rad klemmt oder wenn die Bürsten gereinigt werden müssen, dann meldet sich eine Frauenstimme in englisch, französisch und Deutsch mit einem passenden Spruch. Andere Roboter blinken und piepen, der Roomba 560 sagt was er braucht.

Kosten Wertung: 6 von 10 Punkten

iRobot Roomba 560, Verkaufsverpackung (Box)

Mit etwa 400 Euro ist der Roomba 560 kein Sonderangebot, der Preis ist angesichts der Technik jedoch angemessen. Der Roomba 560 gehört zur dritten Generation Roomba. Die Staubsaugerroboter von iRobot mußten sich im Massenmarkt USA millionenfach bewähren, Garantiefälle und Ersatzteilversorgung eingeschlossen. Der Roomba 560 ist ein ausgereiftes und solides Produkt, Ersatzteilversorgung und Garantieleistungen werden vom europäischen Importeur übernommen.

Die Garantie gilt allerdings nicht für selbstimportierte amerikanische Modelle: Wer einen Roomba günstig in den USA oder hierzulande einen Grauimport aus den USA erwirbt, steht im Zweifelsfall ohne Garantie da. Die europäischen Modelle sind mit anderen Netzteilen ausgestattet und haben eine Zulassung der EU. Die Versuchung zum Selbstimport ist trotzdem groß: Dank schwachem Dollar und großen Handelsvolumen sind Roombas in den USA bis zu 40% unter dem deutschen Listenpreis zu bekommen.

Bürsten und Filter sind Verbrauchsmaterial, zusammen mit dem Roomba 560 wird ein zweiter Filtereinsatz für den Feinstaubfilter geliefert. Da der Filtereinsatz längeren Zeit nach einem einfachen Abklopfen oder Abpinseln weiter verwendet werden kann, sollten die mitgelieferten Filter für den täglichen Einsatz im ersten Jahr ausreichen.

Die Seitenbürsten (Einzel-Preis ca. 5 Euro) halten im normalen Einsatz etwa 3 bis 4 Monate, je nach Austattung des Raums auch einmal deutlich kürzer. Die Pinsel der Seitenbürste haben eine Sollbruchstelle und reißen ab, wenn Sie sich unter einem Gegenstand verklemmen. Das können die Rollen eines Bürostuhls oder ein flach auslaufende Fußteile, Gestelle oder sogar Blumenuntersetzer sein. Normalerweise dreht der Roomba dann die Bürste in Gegenrichtung, ist der Schwung zu groß gehen die Pinsel verloren. Die roten Seitenbürsten haben 6 Pinsel, ein Austausch sollte spätestens dann erfolgen wenn weniger als die Hälfte der Pinsel vorhanden ist. Seit Ende 2008 sind weiße Seitenpinsel mit 3 statt 6 Pinselns erhältlich, die etwas anders aufgebaut sind und deutlich länger halten.

Der Akku hält etwa 500 Ladezyklen durch, was bei einem täglichen Einsatz einem Zeitraum von 16 bis 18 Monaten entspricht. Der Akku kann für etwa 80 Euro im Versandhandel erworben und ersetzt werden.

Wertung

KriteriumPunkteBemerkung
Bedienerloser Betrieb10
Fernsteuerung, manuelle Eingriffe4keine Fernbedienung, Eigenschaften Spot-Programm
Weitere Optionen6
Kosten6
Summe Bedienung und Kosten26(maximal 40 Punkte)

Weiter mit der Zusammenfassung und dem Testergebnis des Roomba 560 ...
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