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Infinuvo Cleanmate QQ2 im Test:
Bewegung

Infinuvo Cleanmate QQ2 Saugroboter

Mangels Richtungserkennung bei Kollisionen sind die Bewegungsstrategien weniger intelligent gestaltet: Der Roboter dreht zum Ausweichen immer nach rechts, egal wo das Hindernis liegt.

Der Cleanmate QQ2 erreicht trotz dieses Nachteils mit dem abwechselnden Einsatz verschiedener Fahrprogramme oft eine bessere Flächenabdeckung als hochintelligente Modelle mit einer wahren Sensoren-Phalanx.

Flächenabdeckung Wertung: 8 von 10 Punkten

Der Infinuvo Cleanmate QQ2 verwendet mehrere Programme oder Strategien für Erfassung von Flächen:

  1. Hindernis (Vereinfachte Amöbenstrategie: Geradeausfahrt bis zum Hindernis, nach rechts wenden)
  2. spiralförmig (von innen nach außen erweiternde Kreise)
  3. Wandverfolgung
  4. spiralförmig
  5. S-förmig (Mäanderstrategie)
  6. spiralförmig
  7. Schneckenförmig (von innen nach außen erweiterndes Fünfeck)
  8. spiralförmig

Alle Programme werden nur für kurze Zeit gefahren und dann wieder gewechselt, so daß keine der Strategien wirklich bis zum Ende gefahren wird. Oft ist das aktuelle Fahrprogramm nicht erkennbar, wenn die Fahrtstrecke durch Kollisionen verändert wird.

Der Cleanmate QQ2 bewegt sich daher die meiste Zeit in Schleifen durch den Raum und wendet dabei fast immer nach rechts. Durch diesen Bewegungsablauf wird je nach Raum ein Bereich von etwa 2 qm intensiv gereinigt bevor durch die Wandverfolgung oder die Hindernis-Strategie ein neuer Bereich aufgesucht wird.

In großen Räumen braucht der Cleanmate QQ2 recht lange um in alle Bereiche vorzudringen. Ist die Reinigungszeit zu kurz gewählt entsteht der Eindruck daß große Teile des Raumes nicht gereinigt werden. Dies ist jedoch letztlich nicht der Fall, normalerweise erreicht der Staubsauger-Roboter alle zugänglichen Flächen des Raumes.

Die Reinigungszeit muß beim Infinuvo Cleanmate QQ2 manuelle eingestellt werden. Beim Probelauf sollten Sie die Zeit stoppen, die der Roboter benötigt um den Raum zu reinigen. Merken Sie sich die Zeit und stellen Sie bei weiteren unbeaufsichtigten Reinigungen die nächst größere 10-Minuten-Einheit für das Zeitprogramm ein.

Schlecht zugängliche Flächen und Ränder Wertung: 4 von 10 Punkten

Mit 36cm Durchmesser ist der Infinuvo Cleanmate QQ2 zu breit für die Durchfahrt unter Stühlen. Um eine Druchfahrt im Wandmodus zu erreichen ist eine Durchfahrtsbreite von mindestens 40cm erforderlich. Die meisten Stühle für Eßtischgruppen erreichen diese Durchfahrtsbreite zwischen den Stuhlbeinen nicht. Stößt der Saugroboter in der Durchfahrt irgendwo an, wendet er nach rechts und verschwindet aus der Lücke.

Mit dem Frontschild kann der Cleanmate QQ2 zwar eine Kollision erkennen, er wertet jedoch die Stoßrichtung der Kollision nicht aus. Bei einer Kollision setzt der Roboter daher ein kurzes Stück zurück und wendet nach rechts. Auf der linken Seite befindet sich der rotierende Pinsel für die Randreinigung, der Saugroboter versucht durch die Rechtsdrehung mit dem Seitenpinsel die Fläche bis zum Hinderniss zu reinigen.

Nur im S-förmigen Programm wendet der Roboter ausnahmsweise nach links, weicht aber Hindernissen dennoch nach rechts hin aus.

Hummerkörbe (abgetrennte Flächen mit einer engen Zufahrt) kann der Cleanmate QQ2 meist nur über den Wandlauf-Modus verlassen. Wechselt der Saugroboter in einen der anderen Modi, wendet er bei jeder Kollision nach rechts und verbringt seine Zeit bis zum Ablauf dieser Programme erst einmal im Hummerkorb.

Infinuvo Cleanmate QQ2 auf dem Weg unter einen Sessel

Ist der Cleanmate QQ2 unter Möbeln mit Füßen und einer freien Durchfahrtshöhe von knapp 12cm verschwunden, dann erscheint er erst nach einer Weile. Stößt der Saugroboter auf ein Hindernis dann dreht er nach rechts um freizukommen. Der Winkel dieser Drehung erweitert den Drehwinkel eines Spiral-, Schnecken- oder s-förmigen-Fahrprogramms. Auf diese Weise bewegt sich der Roboter in Schleifen unter den Möbeln und kehrt auch bei schmalen Kommoden immer wieder unter das Möbelstück zurück. Die Fläche unter dem Möbelstück wird durch diese Strategie fast ohne Auslassungen erfaßt.

Der Cleanmate QQ2 verfügt über ein gutes Programm zur Wandverfolgung. Da der Roboter keinen Seitensensor für die Abstandsmessung besitzt, kann er nur über das Frontschild erfassen wie Nah er der Wand kommt. Bei der Wandverfolgung fährt der Roboter in flachen Bögen immer wieder zur Wand hin, streift seitlich mit dem Sensorschild die Wand, setzt ein kurzes Stück zurück und fährt den nächsten flachen Boden zur Wand hin.

Infinuvo Cleanmate QQ2 beim Reinigen einer Zimmerecke

Der seitlich herausstehende rotierende Seitenpinsel erreicht im Bogen fast immer die Wand, ausgelassene Flächen in diesem Sägezahn-Muster werden durch das Zurücksetzen erfaßt. Das Schild ist gut entgratet und abgerundet, so daß bei dieser Prozedur keine Kratzer in Möbel und Wand kommen. Herabhängende Kabel oder aufrecht stehende Drähte können sich hierbei jedoch am Schild verfangen.

Zimmerecken erreicht der Cleanmate QQ2 im Wandmodus. Der Roboter fährt dicht an der Wand entlang in die Ecke, stößt in der Ecke an und mit einigem Vor- und zurücksetzen wird der Roboter in der Ecke um 90 Grad gewendet. Die nicht abgedeckte Fläche ist bei dieser Prozedur minimal. Um eine Ecke erfassen zu können benötigt der Cleanmate QQ2 eine Durchfahrtsbreite von mehr als 40cm, ansonsten wendet er bei Kollisionen bereits bervor er die Ecke erreicht.

Fahrt zur Ladestation Wertung: 7 von 10 Punkten

Der Infinuvo Cleanmate QQ2 wird durch einen Infrarot-Leitstrahl zur Station gelenkt, er kann die Station jedoch nur aus geringer Entfernung mit den Infrarot-Empfängern an der linken Seite erkennen. Ist die Station in unmittelbarer Nähe wird sie direkt angefahren.

Wenn der Cleanmate QQ2 ein Zeitprogramm beendet oder eine unzureichende Akkukapazität erkennt, beginnt er sich auf der Stelle zu drehen und versucht die Station zu erkennen. Ist diese zu weit entfernt, beginnt die eigentliche Suche nach der Ladestation.

Der Saugroboter dreht wahllos in eine Richtung und fährt bis zum ersten Wandkontakt, wendet nach rechts und folgt der Wand bis zur Ladestation. Bei großen Räumen braucht er für diese Fahrt eine Weile.

Der Roboter fährt an der Ladestation vorbei und wendet mit dem Heck zuerst in die Station. Netzteil und Ladekontakte der Ladestation sind auf einer Metallplatte drehbar gelagert, die Station gleicht so kleinere Abweichungen des Roboters aus. Die Ladestation sollte rutschsicher an einer glatten Außenwand des Raumes mit etwas Freiraum an der linken Seite der Station aufgestellt werden.

Sind die Anforderungen erfüllt findet der Cleanmate QQ2 seine Station zuverlässig und parkt im ersten Versuch ein. Steht die Station ungünstig, ist es möglich daß der Roboter auch nach mehreren Versuchen nicht einparken kann.

Erreicht der Roboter die Ladekontakte nicht, wendet er nach rechts und fährt auf der linken Seite der Station an die Wand. Von hier aus fährt er erneut an der Wand entlang an der Station vorbei und versucht wieder rückwärts hineinzusetzen.

Wertung

KriteriumPunkteBemerkung
Flächenabdeckung8
Schlecht zugängliche Flächen und Ränder4(Mindestbreite der Durchfahrt)
Fahrt zur Ladestation7
Summe Bewegung19(maximal 30 Punkte)

Weiter im Test mit der Reinigung ...


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